Termine
22.02.2026 - So | WEIMAR: »Der Mantel«
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Im Lichthaus Kino Weimar.

»Der Mantel« (»Schinel«)
SU 1926, ca. 80 Min. (bei 20 fps)
Regie: Grigori Kosinzew & Leonid Trauberg
Buch: Jurij Tinjanov, nach den Novellen "Der Mantel" (1842) und "Nevskij-Prospekt" (1835) von Nikolaj Gogol
Kamera: Andrej Moskwin, Jewgeni Michailow
mit: Andrej Kostritschkin, Antonina Jeremejewa, Sergej Gerassimow u. a.
Sprache: Russische Zwischentitel mit deutschen Untertiteln
35mm-Kopie des Arsenal Filminstitut e.V., Berlin
Mit »Der Mantel« legten die Gründer der "Fabrik des exzentrischen Schauspielers" - das geniale Regie-Duo Kosinzew & Trauberg - eine wahrhaft exzentrisch-avantgardistische und kafkaeske Filmadaption Gogol‘scher Meisternovellen vor. Eine aus düster-expressionistischen Filmbildern komponierte, alptraumhaft-ironische Satire voll Abgründigkeit, Tragik und groteskem Witz.
Der arme und schüchterne Kopist Akaki Akakiewitsch Baschmachkin liebt ein "göttliches Wesen", eine für seine bescheidenen Verhältnisse unerreichbare Frau. Eine noch "unbedeutende Person" verleitet ihn - mit Aussicht auf ein Rendezvous mit der Schönheit - dazu, von einem wohlhabenden Bauern bestochen zu werden, um dessen Missetat zu vertuschen: Baschmachkin müsse in den Gerichts-Akten nur ein paar Buchstaben und damit den betreffenden Namen ändern - was er dann auch tut. Hohn und Spott sind sein Lohn. Doch von dem unehrenhaft erlangten Geld und seinen nun über viele Jahre erhungerten Ersparnissen kauft sich der inzwischen stark gealterte Baschmachkin einen neuen Mantel, der ihm plötzlich gesellschaftliches Ansehen, Integration und Selbstbewusstsein einbringt.
Doch natürlich wird Baschmachkin des teuren Stücks bei einem Raub entledigt. Bei der inzwischen "bedeutenden Person" bittet er um die Nachforschung nach dem Diebstahl - vergebens. Baschmachkin fristet nun ein armseliges Schreiber-Dasein bis zu seinem Lebensende - was dann auch rasch eintritt: Er stirbt verarmt und sozial isoliert in seiner Dachkammer - jedoch nicht, ohne dass ihn die tyrannischen Gespenster seines Lebens bis zum bitteren Ende heimsuchen.
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:00 Uhr

»Der Mantel« (»Schinel«)
SU 1926, ca. 80 Min. (bei 20 fps)
Regie: Grigori Kosinzew & Leonid Trauberg
Buch: Jurij Tinjanov, nach den Novellen "Der Mantel" (1842) und "Nevskij-Prospekt" (1835) von Nikolaj Gogol
Kamera: Andrej Moskwin, Jewgeni Michailow
mit: Andrej Kostritschkin, Antonina Jeremejewa, Sergej Gerassimow u. a.
Sprache: Russische Zwischentitel mit deutschen Untertiteln
35mm-Kopie des Arsenal Filminstitut e.V., Berlin
Mit »Der Mantel« legten die Gründer der "Fabrik des exzentrischen Schauspielers" - das geniale Regie-Duo Kosinzew & Trauberg - eine wahrhaft exzentrisch-avantgardistische und kafkaeske Filmadaption Gogol‘scher Meisternovellen vor. Eine aus düster-expressionistischen Filmbildern komponierte, alptraumhaft-ironische Satire voll Abgründigkeit, Tragik und groteskem Witz.
Der arme und schüchterne Kopist Akaki Akakiewitsch Baschmachkin liebt ein "göttliches Wesen", eine für seine bescheidenen Verhältnisse unerreichbare Frau. Eine noch "unbedeutende Person" verleitet ihn - mit Aussicht auf ein Rendezvous mit der Schönheit - dazu, von einem wohlhabenden Bauern bestochen zu werden, um dessen Missetat zu vertuschen: Baschmachkin müsse in den Gerichts-Akten nur ein paar Buchstaben und damit den betreffenden Namen ändern - was er dann auch tut. Hohn und Spott sind sein Lohn. Doch von dem unehrenhaft erlangten Geld und seinen nun über viele Jahre erhungerten Ersparnissen kauft sich der inzwischen stark gealterte Baschmachkin einen neuen Mantel, der ihm plötzlich gesellschaftliches Ansehen, Integration und Selbstbewusstsein einbringt.
Doch natürlich wird Baschmachkin des teuren Stücks bei einem Raub entledigt. Bei der inzwischen "bedeutenden Person" bittet er um die Nachforschung nach dem Diebstahl - vergebens. Baschmachkin fristet nun ein armseliges Schreiber-Dasein bis zu seinem Lebensende - was dann auch rasch eintritt: Er stirbt verarmt und sozial isoliert in seiner Dachkammer - jedoch nicht, ohne dass ihn die tyrannischen Gespenster seines Lebens bis zum bitteren Ende heimsuchen.
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:00 Uhr
25.02.2026 - Mi | JENA. Mary Pickford »Sparrows«
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Im Café Wagner, Jena.

Mary Pickford:
»Sparrows - Sperling Gottes«
USA 1926, ca. 100 min.
Regie: William Beaudine, Tom McNamara
Busch: Winifred Dunn, C. Gardner Sullivan
Titel: George Marion Jr.
Produktion: Mary Pickford
Darsteller: Mary Pickford, Gustav von Seyffertitz, Charlotte Mineau, Spec O'Donnell, Roy Stewart, Lloyd Whitlock
16mm-Kopie
Mary Pickford war nicht nur das "American Darling", sondern auch neben Chaplin, Griffith und Ihrem Ehemann Douglas Fairbanks Mitbegründerin der Verleihgesellschaft United Artists und ihre eigene Produzentin. Mit »Sparrows«, der in Deutschland als »Sperlinge Gottes« in den Kinos lief, legte sie ihre vorletzte Stummfilmproduktion vor.
Umgeben von Sümpfen, Mücken und Alligatoren liegt eine Farm, auf der der skrupellose Mr. Grimes eine Gruppe Waisenkindern unter dem Vorwand der Inobhutnahme gefangen hält, drangsaliert und zu Menschenhandel missbraucht. Die Älteste, Molly (Mary Pickford), kümmert sich aufopferungsvoll um die Gruppe Minderjähriger und beschützt sie mit allen Mitteln vor den Gemeinheiten Mr. Grimes', bis sie eines Tages mit den Kindern die Flucht durch die Sümpfe wagt.
Der höchst skurril wirkende und dabei sehr unterhaltsame Film ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und Zuwendung, spielt mit christlichen Symbolen, verkehrt Exotismus in Grauen und spart dabei nicht mit Witz. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 20:00 Uhr

Mary Pickford:
»Sparrows - Sperling Gottes«
USA 1926, ca. 100 min.
Regie: William Beaudine, Tom McNamara
Busch: Winifred Dunn, C. Gardner Sullivan
Titel: George Marion Jr.
Produktion: Mary Pickford
Darsteller: Mary Pickford, Gustav von Seyffertitz, Charlotte Mineau, Spec O'Donnell, Roy Stewart, Lloyd Whitlock
16mm-Kopie
Mary Pickford war nicht nur das "American Darling", sondern auch neben Chaplin, Griffith und Ihrem Ehemann Douglas Fairbanks Mitbegründerin der Verleihgesellschaft United Artists und ihre eigene Produzentin. Mit »Sparrows«, der in Deutschland als »Sperlinge Gottes« in den Kinos lief, legte sie ihre vorletzte Stummfilmproduktion vor.
Umgeben von Sümpfen, Mücken und Alligatoren liegt eine Farm, auf der der skrupellose Mr. Grimes eine Gruppe Waisenkindern unter dem Vorwand der Inobhutnahme gefangen hält, drangsaliert und zu Menschenhandel missbraucht. Die Älteste, Molly (Mary Pickford), kümmert sich aufopferungsvoll um die Gruppe Minderjähriger und beschützt sie mit allen Mitteln vor den Gemeinheiten Mr. Grimes', bis sie eines Tages mit den Kindern die Flucht durch die Sümpfe wagt.
Der höchst skurril wirkende und dabei sehr unterhaltsame Film ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und Zuwendung, spielt mit christlichen Symbolen, verkehrt Exotismus in Grauen und spart dabei nicht mit Witz. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 20:00 Uhr
26.02.2026 - Do | HANNOVER: »Die Nibelungen. Teil 1: Siedgfried«
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Im KOKI Hannover - Kino im Künstlerhaus.
»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 1: »SIEGFRIED«
Deutschland 1922-24| REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | ERBAUER DES DRACHENS Karl Vollbrecht | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm | EFFEKTE Eugen Schüfftan | ANIMATION DES FALKENTRAUMS Walther Ruttmann | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Paul Richter, Margarethe Schön, Theodor Loos, Hanna Ralph, Hans Adalbert Schlettow, Bernhard Goetzke, Georg John | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | 145 min.
35mm-Projektion (20fps)
LIVE-MUSIK:
Richard Siedhoff (Piano), nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz (1924)
Fritz Langs monumentale Adaption des klassischen Sagenstoffes adelte das Massenmedium Film 1924 endgültig zur Kunstgattung: Der Einlass nach Filmbeginn war nicht gestattet und das Werk wurde überall mit der eigens von Gottfried Huppertz komponierten Filmmusik aufgeführt.
Mit dramatischer Strenge schildert der erste Teil in ornamenthaften, von Jugendstil und Romantik geprägten Bildern mit geschickt eingesetzten Filmtricks die Geschichte von Siegfried, der den lebensgroßen Studiodrachen erschlägt, den Nibelungen-Hort erobert sowie die schöne Kriemhild gewinnt. Für deren Bruder, König Gunter von Worms, bezwingt er unsichtbar die emanzipierte Brunhild und ihr Flammenmeer. Brunhild wiederum rächt sich mit einer Intrige und fordert als Rache Siegfrieds Tod. Nach Treueschwur und Treuebruch fällt Siegfried durch eine List Hagen von Tronjes dessen Speer zum Opfer und Kriemhild schwört dem Mörder Rache bis in den Tod.
»So ist der erste Teil des ›Nibelungen‹-Filmes zwischen Geschmäcklertum und Publikumswirkung steckengeblieben. Was Volksfilm werden sollte, wurde eklektischer Ästhetenfilm.« (Herbert Ihering, Berliner Börsen-Courier, 15.02.1924)
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:30 Uhr
»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 1: »SIEGFRIED«
Deutschland 1922-24| REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | ERBAUER DES DRACHENS Karl Vollbrecht | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm | EFFEKTE Eugen Schüfftan | ANIMATION DES FALKENTRAUMS Walther Ruttmann | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Paul Richter, Margarethe Schön, Theodor Loos, Hanna Ralph, Hans Adalbert Schlettow, Bernhard Goetzke, Georg John | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | 145 min.
35mm-Projektion (20fps)
LIVE-MUSIK:
Richard Siedhoff (Piano), nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz (1924)
Fritz Langs monumentale Adaption des klassischen Sagenstoffes adelte das Massenmedium Film 1924 endgültig zur Kunstgattung: Der Einlass nach Filmbeginn war nicht gestattet und das Werk wurde überall mit der eigens von Gottfried Huppertz komponierten Filmmusik aufgeführt.
Mit dramatischer Strenge schildert der erste Teil in ornamenthaften, von Jugendstil und Romantik geprägten Bildern mit geschickt eingesetzten Filmtricks die Geschichte von Siegfried, der den lebensgroßen Studiodrachen erschlägt, den Nibelungen-Hort erobert sowie die schöne Kriemhild gewinnt. Für deren Bruder, König Gunter von Worms, bezwingt er unsichtbar die emanzipierte Brunhild und ihr Flammenmeer. Brunhild wiederum rächt sich mit einer Intrige und fordert als Rache Siegfrieds Tod. Nach Treueschwur und Treuebruch fällt Siegfried durch eine List Hagen von Tronjes dessen Speer zum Opfer und Kriemhild schwört dem Mörder Rache bis in den Tod.
»So ist der erste Teil des ›Nibelungen‹-Filmes zwischen Geschmäcklertum und Publikumswirkung steckengeblieben. Was Volksfilm werden sollte, wurde eklektischer Ästhetenfilm.« (Herbert Ihering, Berliner Börsen-Courier, 15.02.1924)
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:30 Uhr
28.02.2026 - Sa | DÜSSELDORF: Zwei sensations-Filme
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In der Blackbox des Filmmuseums Düsseldorf.
DOPPELPRORGRAMM ZU JOSEPH DELMONT
Der Österreicher Joseph Delmont (1883-1935) zählte in den 1910er-Jahren zu den erfolgreichsten Filmemachern der Kaiserzeit. Zwischen September 1912 und September 1913 war er bei der einflussreichen Eiko-Film Gesellschaft unter Vertrag, die ihm die finanziellen Möglichkeiten für aufwendige Inszenierungen bot. Mit DAS RECHT AUFS DASEIN und DER GEHEIMNISVOLLE KLUB stellte Delmont sein Können als Autor, Regisseur und Schauspieler von Sensationsfilmen unter Beweis. Neben Harry Piel ist Delmont einer der wichtigsten Vertreter des frühen Action- und Abenteuergenres.
Richard Siedhoff begleitet die Filme am Klavier.
Einführung: Andreas Thein (Filmmuseum)
Beide Filme wurden 2024 vom Filmmuseum Düsseldorf im Rahmen des
Förder programms Filmerbe (FFE) restauriert.
In Kooperation mit dem Stummfilm-Magazin · www.stummfilm-magazin.de
Beginn 20:00 Uhr
DOPPELPRORGRAMM ZU JOSEPH DELMONT
Der Österreicher Joseph Delmont (1883-1935) zählte in den 1910er-Jahren zu den erfolgreichsten Filmemachern der Kaiserzeit. Zwischen September 1912 und September 1913 war er bei der einflussreichen Eiko-Film Gesellschaft unter Vertrag, die ihm die finanziellen Möglichkeiten für aufwendige Inszenierungen bot. Mit DAS RECHT AUFS DASEIN und DER GEHEIMNISVOLLE KLUB stellte Delmont sein Können als Autor, Regisseur und Schauspieler von Sensationsfilmen unter Beweis. Neben Harry Piel ist Delmont einer der wichtigsten Vertreter des frühen Action- und Abenteuergenres.
Richard Siedhoff begleitet die Filme am Klavier.
Einführung: Andreas Thein (Filmmuseum)
Beide Filme wurden 2024 vom Filmmuseum Düsseldorf im Rahmen des
Förder programms Filmerbe (FFE) restauriert.
In Kooperation mit dem Stummfilm-Magazin · www.stummfilm-magazin.de
Beginn 20:00 Uhr
01.03.2026 - So | BURGDORF: »Asphalt«
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In der Neuen Schauburg, Burgdorf.
»ASPHALT«
D 1929, ca. 93 min.
Regie: Joe May
Buch: Fred Majo, Hans Székely, Rolf Vanloo
Kamera: Günther Rittau
Bauten: Erich Kettelhut
mit Gustav Fröhlich, Betty Amann, Albert Steinrück, Hans Adalbert Schlettow
Ein Film voller Augenblicke: Das Schauen, Sehen und Erkenn ist das große inszenatorische Mittel dieses hinreißenden Kriminaldramas, in dessen Zentrum die Liebesromanze eines Schupos zu einer eitlen, von ihm gestellten Diebin steht. Während sie den jungen Polizisten immer weiter um den Finger wickelt, um ihrer gerechten Strafe zu entkommen, kommt dieser immer weiter von seinem Wege ab und versucht, sie vor dem Gefängnis zu bewahren.
Das spannungsreiche, psychologische Drama fasziniert durch seine entfesselte Kamera, das intime Spiel der Protagonisten und ist einer der letzten großen Stummfilmklassiker des modernen Weimarer Kinos und zugleich der letzte der von Siegfried Kracauer als solche bezeichneten "Straßenfilme".
Der Film wurde 1995 von der Stiftung Deutsche Kinemathek in Zusammenarbeit mit Gosfilmofond, dem Bundesarchiv, der Degeto und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung analog rekonstruiert und restauriert. Auf Basis jener Kopie wurde der Film nun auf Grundlage der originalen Ausgangsmaterialien erneut digital überarbeitet. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 11:15 Uhr
»ASPHALT«
D 1929, ca. 93 min.
Regie: Joe May
Buch: Fred Majo, Hans Székely, Rolf Vanloo
Kamera: Günther Rittau
Bauten: Erich Kettelhut
mit Gustav Fröhlich, Betty Amann, Albert Steinrück, Hans Adalbert Schlettow
Ein Film voller Augenblicke: Das Schauen, Sehen und Erkenn ist das große inszenatorische Mittel dieses hinreißenden Kriminaldramas, in dessen Zentrum die Liebesromanze eines Schupos zu einer eitlen, von ihm gestellten Diebin steht. Während sie den jungen Polizisten immer weiter um den Finger wickelt, um ihrer gerechten Strafe zu entkommen, kommt dieser immer weiter von seinem Wege ab und versucht, sie vor dem Gefängnis zu bewahren.
Das spannungsreiche, psychologische Drama fasziniert durch seine entfesselte Kamera, das intime Spiel der Protagonisten und ist einer der letzten großen Stummfilmklassiker des modernen Weimarer Kinos und zugleich der letzte der von Siegfried Kracauer als solche bezeichneten "Straßenfilme".
Der Film wurde 1995 von der Stiftung Deutsche Kinemathek in Zusammenarbeit mit Gosfilmofond, dem Bundesarchiv, der Degeto und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung analog rekonstruiert und restauriert. Auf Basis jener Kopie wurde der Film nun auf Grundlage der originalen Ausgangsmaterialien erneut digital überarbeitet. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 11:15 Uhr
06.03.2026 - Fr | LEIPZIG (Kinoorgel): »Anna Boleyn«
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Live der Kino-Orgel im Grassi Museum Leipzig.
»ANNA BOLEYN«
D 1920, ca. 120 min
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Hanns Kräly, Fred Orbing
mit Emil Jannings, Henny Porten, Paul Hartmann, Hedwig Pauly-Winterstein, Aud Egede-Nissen, Wilhelm Diegelmann, Friedrich Kühne
Im Kinojahr 1920 dominierte der Regiestar Ernst Lubitsch die Leinwände der Kinos. Ernst Lubitschs mit frivolen Untertönen und drastischer Dramatik gespicktes Historiendrama ist weit mehr als nur ein Kostümfilm über die historische Figur Anna Boleyn. Ausstattung, Massenszenen und kammerspielartige Momente verknüpfen sich geschickt zu einer spannungsvollen Steigerung der Filmhandlung.
Die zeitgenössische Kritik lobte, „wie hier in hundert reizvollen Bildern Manuskript und Regie sich verschwistern, so haben Phantasie und Meisterhand Massenszenen gestaltet, die unvergeßliche Eindrücke hinterlassen.“ „Der Film hat Spannung und Knappheit, Logik und Steigerung und das Kulturhistorische ist weise dosiert“, so andere Kritiker. Der Film sei „weit besser geglückt als der ‚Sumurun-Film‘“, weil die Handlung klarer strukturiert sei und Massen- und Einzelszenen geschickt miteinander verwoben seien. (Text: Gerrit Heber)
Beginn 19:30 Uhr
»ANNA BOLEYN«
D 1920, ca. 120 min
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Hanns Kräly, Fred Orbing
mit Emil Jannings, Henny Porten, Paul Hartmann, Hedwig Pauly-Winterstein, Aud Egede-Nissen, Wilhelm Diegelmann, Friedrich Kühne
Im Kinojahr 1920 dominierte der Regiestar Ernst Lubitsch die Leinwände der Kinos. Ernst Lubitschs mit frivolen Untertönen und drastischer Dramatik gespicktes Historiendrama ist weit mehr als nur ein Kostümfilm über die historische Figur Anna Boleyn. Ausstattung, Massenszenen und kammerspielartige Momente verknüpfen sich geschickt zu einer spannungsvollen Steigerung der Filmhandlung.
Die zeitgenössische Kritik lobte, „wie hier in hundert reizvollen Bildern Manuskript und Regie sich verschwistern, so haben Phantasie und Meisterhand Massenszenen gestaltet, die unvergeßliche Eindrücke hinterlassen.“ „Der Film hat Spannung und Knappheit, Logik und Steigerung und das Kulturhistorische ist weise dosiert“, so andere Kritiker. Der Film sei „weit besser geglückt als der ‚Sumurun-Film‘“, weil die Handlung klarer strukturiert sei und Massen- und Einzelszenen geschickt miteinander verwoben seien. (Text: Gerrit Heber)
Beginn 19:30 Uhr
08.03.2026 - So | BONN: Leinwandkonzert für Kinder und Familien
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Im Kammermusiksaal, Beethoven-Haus Bonn.
Leinwandkonzert
Für Kinder und Familien
Richard Siedhoff, Klavier
Mykyta Sierov, Oboe
Die beiden Musiker Richard Siedhoff und Mykyta Sierov entlocken ihren Instrumenten die wildesten Klänge, Geräusche, Melodien und machen im spielerischen Austausch mit dem (jungen) Publikum erfahrbar, wie Live-Musik und Stummfilm zusammenspielen. Die fast 100 Jahre alten Filme bestechen mit zeitlosem Witz: Die Slapstick-Stars Anita Garvey und Marion Bryon versuchen in A PAIR OF TIGHTS ein leckeres Eis zu kaufen, ALICE'S DAY AT SEA zeigt neben einem realen Mädchen und einem Hund auch erste gezeichnete und animierte Elemente, und Stan Laurel und Oliver Hardy sind in YOU’RE DARN TOOTIN' sehr musikalisch unterwegs.
In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Filmkultur Bonn e.V.
"A Pair of Tights", USA 1929, Regie: Hal Yates
"Alice’s Day at Sea", USA 1924, Regie: Walt Disney
"You’re Darn Tootin'", USA 1928 , Regie: Edgar Kennedy
Karten: € 20 | € 10 (Schüler, Studierende etc.) VV-Gebühr
Beginn 16:00 Uhr
Leinwandkonzert
Für Kinder und Familien
Richard Siedhoff, Klavier
Mykyta Sierov, Oboe
Die beiden Musiker Richard Siedhoff und Mykyta Sierov entlocken ihren Instrumenten die wildesten Klänge, Geräusche, Melodien und machen im spielerischen Austausch mit dem (jungen) Publikum erfahrbar, wie Live-Musik und Stummfilm zusammenspielen. Die fast 100 Jahre alten Filme bestechen mit zeitlosem Witz: Die Slapstick-Stars Anita Garvey und Marion Bryon versuchen in A PAIR OF TIGHTS ein leckeres Eis zu kaufen, ALICE'S DAY AT SEA zeigt neben einem realen Mädchen und einem Hund auch erste gezeichnete und animierte Elemente, und Stan Laurel und Oliver Hardy sind in YOU’RE DARN TOOTIN' sehr musikalisch unterwegs.
In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Filmkultur Bonn e.V.
"A Pair of Tights", USA 1929, Regie: Hal Yates
"Alice’s Day at Sea", USA 1924, Regie: Walt Disney
"You’re Darn Tootin'", USA 1928 , Regie: Edgar Kennedy
Karten: € 20 | € 10 (Schüler, Studierende etc.) VV-Gebühr
Beginn 16:00 Uhr
12.03.2026 - Do | DRESDEN: »Die Büchse der Pandora«
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Im Kino im Kasten (KIK), Dresden im Rahmen der Dresdner Stummfilmtage.
Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)
»Die Büchse der Pandora«
D 1928, ca. 133 min.
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Joseph Fleisler, Ladislaus Vajda, Georg Wilhelm Pabst
Kamera: Günther Krampf
Mit Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz, Alice Roberts, Siedgfried Arno, Gustav Diessl
Jede Inhaltsangabe – des Dramas wie des Films übrigens – kann das Dilemma nicht lösen, dass sie selbstverständlich eine Handlung skizzieren will, die Anfang und Ende hätte, wo es doch angebrachter wäre, von Stationen und Figuren zu sprechen. Zum Beispiel: die ausgehaltene Geliebte (Lulu) und der Mann aus besten Kreisen (Dr. Schön, Verleger, Theaterbesitzer); dessen biedere Verlobte, eine unerwünschte Konkurrentin aus Sicht der Geliebten, die im Theater des künftigen Ehemannes auftreten soll. Lulus Weigerung, vor der Verlobten auf der Bühne zu erscheinen, führt zur ersten Katastrophe.
Weiter: Die schöne Frau und der Muskelprotz (Rodrigo Quast). Der schon erwachsene Sohn des Verlegers aus erster Ehe (Alwa) und die Geliebte des Vaters – das kann nicht gut gehen. Weiter: die Frau ohne Vergangenheit (immer: Lulu) bekommt Besuch von – ihrem ersten Verführer/Vater oder Ziehvater/Kinderschänder??? Es bleibt offen. Schigolch/Lustmolch ist eine der rätselhaftesten Figuren des Films.
Der Kreis weitet sich: die lesbische Gräfin Geschwitz begehrt Lulu, liebt diese vielleicht sogar, die selbst keinerlei Gefühl investiert. Die bald sexuell hörige Geschwitz lässt sich von Lulu beliebig ausbeuten. Schließlich: die Straßendirne mit dem großen Herzen, die es mit einem feschen Freier vielleicht sogar umsonst machen will, und der Lustmörder im Nebel Londons.
Die Beschreibung des Films/Dramas nach Konstellationen und Stationen zeigt die innere Nähe dieses Stoffes zu jenem Drama, das ebenfalls um die Jahrhundertwende Liebe, Eros, Sexualität thematisierte: Schnitzlers “Reigen”.
(Text: Josef Jünger)
Beginn 18:00 Uhr
Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)
»Die Büchse der Pandora«
D 1928, ca. 133 min.
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Joseph Fleisler, Ladislaus Vajda, Georg Wilhelm Pabst
Kamera: Günther Krampf
Mit Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz, Alice Roberts, Siedgfried Arno, Gustav Diessl
Jede Inhaltsangabe – des Dramas wie des Films übrigens – kann das Dilemma nicht lösen, dass sie selbstverständlich eine Handlung skizzieren will, die Anfang und Ende hätte, wo es doch angebrachter wäre, von Stationen und Figuren zu sprechen. Zum Beispiel: die ausgehaltene Geliebte (Lulu) und der Mann aus besten Kreisen (Dr. Schön, Verleger, Theaterbesitzer); dessen biedere Verlobte, eine unerwünschte Konkurrentin aus Sicht der Geliebten, die im Theater des künftigen Ehemannes auftreten soll. Lulus Weigerung, vor der Verlobten auf der Bühne zu erscheinen, führt zur ersten Katastrophe.
Weiter: Die schöne Frau und der Muskelprotz (Rodrigo Quast). Der schon erwachsene Sohn des Verlegers aus erster Ehe (Alwa) und die Geliebte des Vaters – das kann nicht gut gehen. Weiter: die Frau ohne Vergangenheit (immer: Lulu) bekommt Besuch von – ihrem ersten Verführer/Vater oder Ziehvater/Kinderschänder??? Es bleibt offen. Schigolch/Lustmolch ist eine der rätselhaftesten Figuren des Films.
Der Kreis weitet sich: die lesbische Gräfin Geschwitz begehrt Lulu, liebt diese vielleicht sogar, die selbst keinerlei Gefühl investiert. Die bald sexuell hörige Geschwitz lässt sich von Lulu beliebig ausbeuten. Schließlich: die Straßendirne mit dem großen Herzen, die es mit einem feschen Freier vielleicht sogar umsonst machen will, und der Lustmörder im Nebel Londons.
Die Beschreibung des Films/Dramas nach Konstellationen und Stationen zeigt die innere Nähe dieses Stoffes zu jenem Drama, das ebenfalls um die Jahrhundertwende Liebe, Eros, Sexualität thematisierte: Schnitzlers “Reigen”.
(Text: Josef Jünger)
Beginn 18:00 Uhr
14.03.2026 - Sa | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
[mehr...]
Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!


Beginn 20:15 Uhr
Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!


Beginn 20:15 Uhr
18.03.2026 - Mi | DUISBURG: »Menschen am Sonntag«
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Im Filmforum Duisburg.
»MENSCHEN AM SONNTAG«
D 1930, ca. 75 min
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Billy Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak
Produktion: Moriz Seeler für Filmstudio 1929, Berlin
Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann
Schnitt: Robert Siodmak
In den Hauptrollen: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer
Billy Wilders Drehbuchdebut bescherte der Filmwelt ein bleibendes Stück Filmgeschichte: 1930 als einer der letzten deutschen Stummfilme unter der Regie von Robert Siodmak und ausschließlich mit Laien-Darstellern gedreht, entstand ein einfühlsames Zeitbild des Berliner Alltags der ausgehenden 1920er Jahre. Nicht zufällig zählen die Beteiligten hinter der Kamera zu jenen später vor den Nazis geflohenen Emigranten, die in Hollywood dann noch große Karrieren vor sich haben sollten. Ebenso un-zufällig zeichnet der Film ein Bild der ausgehenden Blütezeit Deutschlands, in dem keine Tendenzen auszumachen sind, die die Schreckensherrschaft der Nazis erahnen lassen. Ein sommerfrischer Sonntagsausflug, in dem wir die Weimarer Republik ganz privat erleben:
Vier junge Leute, die sich bei einem Sonntagsausflug kennen lernen, ein wenig verlieben, ein wenig verstricken und schließlich wieder auseinander gehen. Impressionistisch und modern gefilmt blicken wir in eine Epoche, die weit entfernt ist und doch plötzlich viel näher und nahbarer erscheint, da sich im Prinzip bis heute nicht viel geändert hat. Ein zeitloses Zeitbild, ein Film zum verlieben! (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 18:00 Uhr
»MENSCHEN AM SONNTAG«
D 1930, ca. 75 min
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Billy Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak
Produktion: Moriz Seeler für Filmstudio 1929, Berlin
Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann
Schnitt: Robert Siodmak
In den Hauptrollen: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer
Billy Wilders Drehbuchdebut bescherte der Filmwelt ein bleibendes Stück Filmgeschichte: 1930 als einer der letzten deutschen Stummfilme unter der Regie von Robert Siodmak und ausschließlich mit Laien-Darstellern gedreht, entstand ein einfühlsames Zeitbild des Berliner Alltags der ausgehenden 1920er Jahre. Nicht zufällig zählen die Beteiligten hinter der Kamera zu jenen später vor den Nazis geflohenen Emigranten, die in Hollywood dann noch große Karrieren vor sich haben sollten. Ebenso un-zufällig zeichnet der Film ein Bild der ausgehenden Blütezeit Deutschlands, in dem keine Tendenzen auszumachen sind, die die Schreckensherrschaft der Nazis erahnen lassen. Ein sommerfrischer Sonntagsausflug, in dem wir die Weimarer Republik ganz privat erleben:
Vier junge Leute, die sich bei einem Sonntagsausflug kennen lernen, ein wenig verlieben, ein wenig verstricken und schließlich wieder auseinander gehen. Impressionistisch und modern gefilmt blicken wir in eine Epoche, die weit entfernt ist und doch plötzlich viel näher und nahbarer erscheint, da sich im Prinzip bis heute nicht viel geändert hat. Ein zeitloses Zeitbild, ein Film zum verlieben! (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 18:00 Uhr
21.03.2026 - Sa | NÜRNBERG: »Blackmail« (Hitchcock)
[mehr...]
Im Filmhaus Nürnberg.
»Blackmail« / »Erpressung«
UK 1929, ca. 90 min.
Regie: Alfred Hitchcock
Infos folgen ...
Beginn 19:00 Uhr
»Blackmail« / »Erpressung«
UK 1929, ca. 90 min.
Regie: Alfred Hitchcock
Infos folgen ...
Beginn 19:00 Uhr
22.03.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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25.03.2026 - Mi | JENA: Stummfilm-Perlen mit Filmerklärer
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Im Café Wagner, Jena.
Stummfilm-Perlen mit Live-Musik und Kino-Erzähler
Richard Siedhoff am Klavier
Thomas Grysko am Mikrofon
Kurzfilme, 1905 – 1915, ca. 90 Minuten
Stummfilmmusiker Richard Siedhoff & Kino-Erzähler/Sprecher Thomas Grysko präsentieren Kurzfilmperlen aus der Frühzeit des Kinos, als es noch üblich war, dass ein Erzähler die Filme launisch kommentierte.
Komisches, Turbulentes, Tragisches und Phantastisches wird an diesem Abend auf der Leinwand wieder lebendig – mit analoger Projektionstechnik. Kino, wie vor 110 Jahren!
Beginn 20:00 Uhr
Stummfilm-Perlen mit Live-Musik und Kino-Erzähler
Richard Siedhoff am Klavier
Thomas Grysko am Mikrofon
Kurzfilme, 1905 – 1915, ca. 90 Minuten
Stummfilmmusiker Richard Siedhoff & Kino-Erzähler/Sprecher Thomas Grysko präsentieren Kurzfilmperlen aus der Frühzeit des Kinos, als es noch üblich war, dass ein Erzähler die Filme launisch kommentierte.
Komisches, Turbulentes, Tragisches und Phantastisches wird an diesem Abend auf der Leinwand wieder lebendig – mit analoger Projektionstechnik. Kino, wie vor 110 Jahren!
Beginn 20:00 Uhr
26.03.2026 - Do | HANNOVER: »Die Nibelungen. Teil 2: Kriemhilds Rache«
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Im KOKI Hannover - Kino im Künstlerhaus.
»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 2: »KRIEMHILDS RACHE«
Deutschland 1922-24 | REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm, Heinrich Umlauf | EFFEKTE Ernst Kunstmann | REQUSITEN DER HUNNEN Heinrich Umlauf | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Margarethe Schön, Rudolf Klein-Rogge, Hans Adalbert Schlettow, Theodor Loos, Bernhard Goetzke, Georg John, Fritz Alberti, Rudolf Rittner | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | 145 min.
Der zweite Teil von Fritz Langs monumentaler Saga erzählt vom Ende der Burgunden. In starkem Kontrast zu der vorherrschenden optischen Strenge im ersten Teil »SIEGFRIED« entwirft der zweite Teil »KRIEMHILDS RACHE« eine wilde, chaotische, aber ehrenhaftere Welt der Hunnen. »Da brodelte es wie aus Urtiefen heraus in packenden, lodernden, stellenweise humordurchtränkten Rhythmen. In den Hintergrund gedrängt war hier alle bei der Regie Langs vorherrschende, bis zur Maniriertheit ins Possenhafte gesteigerte Bewußtheit, die sogar oft Kriemhild als ein mit starker Umgebung verwachsenes Ornament erscheinen ließ« Bemerkte die Weimarer Presse am 4. August 1924.
Kriemhild, die durch die Hand Hagen von Tronjes ihren Gatten Siegfried verlor, erfüllt auf grausame Weise ihren Racheschwur. Sie folgt dem Werben des Hunnen-Königs Etzel in dessen fernes Reich und lässt einige Zeit später Ihre Sippe zu Gast kommen. Am Hofe König Etzels verstärken sich die alten Spannungen, bis die von Kriemhild bestochenen Hunnen die Burgunden überfallen und Hagen im Gemenge den Sohn von Kriemhild und Etzel erschlägt. Was nun folgt, kann zweifelsfrei als der bitterste Abgesang auf deutsche Tugenden gelten, den die Filmgeschichte je hervorgebracht hat: eine Parabel auf die vernichtende Wucht des Ersten Weltkrieges in den Kulissen der brennenden Studio-Etzelburg auf dem Ufa-Gelände in Neubabelsberg. »Du kennst die deutsche Seele nicht! Des Nibelungenfilmes zweiter Teil wird sie dir offenbaren, sofern Du im ›Siegfried‹ noch nicht genügend mit ihr Bekanntschaft gemacht haben solltest.« (Leander, Der Drache, Nr.15, 24.6.1924)
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:30 Uhr
»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 2: »KRIEMHILDS RACHE«
Deutschland 1922-24 | REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm, Heinrich Umlauf | EFFEKTE Ernst Kunstmann | REQUSITEN DER HUNNEN Heinrich Umlauf | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Margarethe Schön, Rudolf Klein-Rogge, Hans Adalbert Schlettow, Theodor Loos, Bernhard Goetzke, Georg John, Fritz Alberti, Rudolf Rittner | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | 145 min.
Der zweite Teil von Fritz Langs monumentaler Saga erzählt vom Ende der Burgunden. In starkem Kontrast zu der vorherrschenden optischen Strenge im ersten Teil »SIEGFRIED« entwirft der zweite Teil »KRIEMHILDS RACHE« eine wilde, chaotische, aber ehrenhaftere Welt der Hunnen. »Da brodelte es wie aus Urtiefen heraus in packenden, lodernden, stellenweise humordurchtränkten Rhythmen. In den Hintergrund gedrängt war hier alle bei der Regie Langs vorherrschende, bis zur Maniriertheit ins Possenhafte gesteigerte Bewußtheit, die sogar oft Kriemhild als ein mit starker Umgebung verwachsenes Ornament erscheinen ließ« Bemerkte die Weimarer Presse am 4. August 1924.
Kriemhild, die durch die Hand Hagen von Tronjes ihren Gatten Siegfried verlor, erfüllt auf grausame Weise ihren Racheschwur. Sie folgt dem Werben des Hunnen-Königs Etzel in dessen fernes Reich und lässt einige Zeit später Ihre Sippe zu Gast kommen. Am Hofe König Etzels verstärken sich die alten Spannungen, bis die von Kriemhild bestochenen Hunnen die Burgunden überfallen und Hagen im Gemenge den Sohn von Kriemhild und Etzel erschlägt. Was nun folgt, kann zweifelsfrei als der bitterste Abgesang auf deutsche Tugenden gelten, den die Filmgeschichte je hervorgebracht hat: eine Parabel auf die vernichtende Wucht des Ersten Weltkrieges in den Kulissen der brennenden Studio-Etzelburg auf dem Ufa-Gelände in Neubabelsberg. »Du kennst die deutsche Seele nicht! Des Nibelungenfilmes zweiter Teil wird sie dir offenbaren, sofern Du im ›Siegfried‹ noch nicht genügend mit ihr Bekanntschaft gemacht haben solltest.« (Leander, Der Drache, Nr.15, 24.6.1924)
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 19:30 Uhr
29.03.2026 - So | BERLIN: »Menschen am Sonntag«
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Im Rahmen der Reihe Süß und Salzig in der Hansa-Bibliothek, Berlin.
»MENSCHEN AM SONNTAG«
D 1930, ca. 75 min
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Billy Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak
Produktion: Moriz Seeler für Filmstudio 1929, Berlin
Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann
Schnitt: Robert Siodmak
In den Hauptrollen: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer
Billy Wilders Drehbuchdebut bescherte der Filmwelt ein bleibendes Stück Filmgeschichte: 1930 als einer der letzten deutschen Stummfilme unter der Regie von Robert Siodmak und ausschließlich mit Laien-Darstellern gedreht, entstand ein einfühlsames Zeitbild des Berliner Alltags der ausgehenden 1920er Jahre. Nicht zufällig zählen die Beteiligten hinter der Kamera zu jenen später vor den Nazis geflohenen Emigranten, die in Hollywood dann noch große Karrieren vor sich haben sollten. Ebenso un-zufällig zeichnet der Film ein Bild der ausgehenden Blütezeit Deutschlands, in dem keine Tendenzen auszumachen sind, die die Schreckensherrschaft der Nazis erahnen lassen. Ein sommerfrischer Sonntagsausflug, in dem wir die Weimarer Republik ganz privat erleben:
Vier junge Leute, die sich bei einem Sonntagsausflug kennen lernen, ein wenig verlieben, ein wenig verstricken und schließlich wieder auseinander gehen. Impressionistisch und modern gefilmt blicken wir in eine Epoche, die weit entfernt ist und doch plötzlich viel näher und nahbarer erscheint, da sich im Prinzip bis heute nicht viel geändert hat. Ein zeitloses Zeitbild, ein Film zum verlieben!
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 14:00 Uhr
»MENSCHEN AM SONNTAG«
D 1930, ca. 75 min
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Billy Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak
Produktion: Moriz Seeler für Filmstudio 1929, Berlin
Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann
Schnitt: Robert Siodmak
In den Hauptrollen: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer
Billy Wilders Drehbuchdebut bescherte der Filmwelt ein bleibendes Stück Filmgeschichte: 1930 als einer der letzten deutschen Stummfilme unter der Regie von Robert Siodmak und ausschließlich mit Laien-Darstellern gedreht, entstand ein einfühlsames Zeitbild des Berliner Alltags der ausgehenden 1920er Jahre. Nicht zufällig zählen die Beteiligten hinter der Kamera zu jenen später vor den Nazis geflohenen Emigranten, die in Hollywood dann noch große Karrieren vor sich haben sollten. Ebenso un-zufällig zeichnet der Film ein Bild der ausgehenden Blütezeit Deutschlands, in dem keine Tendenzen auszumachen sind, die die Schreckensherrschaft der Nazis erahnen lassen. Ein sommerfrischer Sonntagsausflug, in dem wir die Weimarer Republik ganz privat erleben:
Vier junge Leute, die sich bei einem Sonntagsausflug kennen lernen, ein wenig verlieben, ein wenig verstricken und schließlich wieder auseinander gehen. Impressionistisch und modern gefilmt blicken wir in eine Epoche, die weit entfernt ist und doch plötzlich viel näher und nahbarer erscheint, da sich im Prinzip bis heute nicht viel geändert hat. Ein zeitloses Zeitbild, ein Film zum verlieben!
(Text: Richard Siedhoff)
Beginn 14:00 Uhr
29.03.2026 - So | BERLIN: Buster Keaton »Seven Chances« u.a.
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Im Ballhaus Wedding, Berlin.
»SEVEN CHANCES« (+ Vorfilm)
von und mit Buster Keaton
USA 1925
ca. 60 min + 25 min. Vorfilm
Buster Keatons grandiose Groteske über die Tücken des Geldes und dessen Auswirkung auf den Heiratswillen tausender Frauen. Buster muss, um sein Erbe anzutreten, noch rasch verheiratet werden. Auf die Schnelle eine Frau zu finden, gestaltet sich zunächst schwierig, wird am Ende aber zu Fluch und Flucht, als eine wahre Lawine heiratswilliger Damen über ihn hereinbricht. Kann er da die richtige noch finden?
(Text: Richard Siedhoff)
Den stummen Klassiker begleitet, nebst passendem Vorprogramm, Stummfilmpianist Richard Siedhoff am Klavier.
Beginn 19:00 Uhr
»SEVEN CHANCES« (+ Vorfilm)
von und mit Buster Keaton
USA 1925
ca. 60 min + 25 min. Vorfilm
Buster Keatons grandiose Groteske über die Tücken des Geldes und dessen Auswirkung auf den Heiratswillen tausender Frauen. Buster muss, um sein Erbe anzutreten, noch rasch verheiratet werden. Auf die Schnelle eine Frau zu finden, gestaltet sich zunächst schwierig, wird am Ende aber zu Fluch und Flucht, als eine wahre Lawine heiratswilliger Damen über ihn hereinbricht. Kann er da die richtige noch finden?
(Text: Richard Siedhoff)
Den stummen Klassiker begleitet, nebst passendem Vorprogramm, Stummfilmpianist Richard Siedhoff am Klavier.
Beginn 19:00 Uhr
30.03.2026 - Mo | MÜNSTER: »Der Student von Prag«
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In der Kunst- und Kulturkirche Erpho (St. Mauritz), Münster.
»DER STUDENT VON PRAG«
D 1926, 133 min.
Regie: Henrik Galeen
Drehbuch: Henrik Galeen, Hanns Heinz Ewers, nach der Geschichte von Hanns Heinz Ewers
Kamera: Günther Krampf, Erich Nitzschmann
Mit: Conrad Veidt, Werner Krauss, Agnes Esterhazy, Fritz Alberti, Elizza La Porta
Henrik Galeen, Drehbuchautor u.a. von »Nosferatu«, schuf mit seiner Adaption der chauergeschichte von Hanns Heinz Ewers eine düster-romantische Bild-Phantasie sinfonischen Ausmaßes. Conrad Veidt und Werner Krauß brillieren in den Hauptrollen.
1820: Der mittellose Student Balduin ist zwar der beste Fechter, aber de Liebe zu der von ihm zufällig erretteten Grafentochter Margit führt ihm sein armseliges Dasein vor Augen. Ein mysteriöser Wucherer namens Scapinelli bietet ihm ein verlockendes Vermögen an - zum Tausch gegen Balduins Spiegelbild. Er willigt ein und gerät in einen Strudel aus Leidenschaft und Extravaganz, in dessen Verlauf sein Spiegelbild ein gefährliches Eigenleben entwickelt.
Der Film wurde vom Filmmuseum München Rekonstruiert und enthält neben den originalen Zwischentiteln auch wieder die ursprüngliche Einfärbung. (Text: Richard Siedhoff)
Live begleitet von Richard Siedhoff am Flügel.
Beginn 19:00 Uhr
»DER STUDENT VON PRAG«
D 1926, 133 min.
Regie: Henrik Galeen
Drehbuch: Henrik Galeen, Hanns Heinz Ewers, nach der Geschichte von Hanns Heinz Ewers
Kamera: Günther Krampf, Erich Nitzschmann
Mit: Conrad Veidt, Werner Krauss, Agnes Esterhazy, Fritz Alberti, Elizza La Porta
Henrik Galeen, Drehbuchautor u.a. von »Nosferatu«, schuf mit seiner Adaption der chauergeschichte von Hanns Heinz Ewers eine düster-romantische Bild-Phantasie sinfonischen Ausmaßes. Conrad Veidt und Werner Krauß brillieren in den Hauptrollen.
1820: Der mittellose Student Balduin ist zwar der beste Fechter, aber de Liebe zu der von ihm zufällig erretteten Grafentochter Margit führt ihm sein armseliges Dasein vor Augen. Ein mysteriöser Wucherer namens Scapinelli bietet ihm ein verlockendes Vermögen an - zum Tausch gegen Balduins Spiegelbild. Er willigt ein und gerät in einen Strudel aus Leidenschaft und Extravaganz, in dessen Verlauf sein Spiegelbild ein gefährliches Eigenleben entwickelt.
Der Film wurde vom Filmmuseum München Rekonstruiert und enthält neben den originalen Zwischentiteln auch wieder die ursprüngliche Einfärbung. (Text: Richard Siedhoff)
Live begleitet von Richard Siedhoff am Flügel.
Beginn 19:00 Uhr
12.04.2026 - So | NÜRNBERG: Infos folgen ...
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26.04.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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08.05.2026 - Fr | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!


Beginn 20:15 Uhr
Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!


Beginn 20:15 Uhr
23.05.2026 - Sa | VESTE HELDBURG: »Das Phantom der Oper«
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Auf der Veste Heldburg im Rahmen der Thüringer Schlosskonzerte.
»THE PHANTOM OF THE OPERA«
USA 1925/29, ca. 90 min.
Regie: Rupert Julian, Lon Chaney, Edward Sedgwick
nach dem Roman von Gaston Leroux
mit Lon Chaney, Mary Philbin, Morman Kerry, Gibson Gowland, Snitz Edwards
Richard Siedhoff präsentiert "Das Phantom der Oper", den berühmten schaurig-schönen Stummfilm von 1925, live vertont am Klavier und projiziert von ratternder 16mm-Kinotechnik. Kino, wie vor 100 Jahren!
Unter der prunkvollen Pariser Oper liegt ein Labyrinth unheimlicher Katakomben, in denen ein Phantom haust, dass gelegentlich in der Oper selbst sein Unwesen treibt. Es liebt und begehrt die Sängerin Carlotta. Durch Erpressung und gezielte Attentate bringt es die Direktion dazu, Carlotta die Hauptrollen singen zu lassen. Schließlich entführt das Phantom Carlotta - ihr Liebhaber Raoul nimmt die Verfolgung in die Unterwelt auf und gerät von einer sadistischen Falle in die nächste.
Lon Chaney brilliert in einer seiner eindrucksvollsten Darstellungen in einer der bemerkenswertesten Masken der Filmgeschichte, die diesem frühen Horrorfilm zu einem Meilenstein der Stummfilmkunst macht.
Der Weimarer Stummfilmmusiker und Komponist Richard Siedhoff begleitet den Film live mit einer maßgeschneiderten Mischung aus Komposition und Improvisation, eine emotionale Achterbahnfahrt und eine Zeitreise in jene Tage, als der Gang ins Kino auch ein Konzertbesuch war. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 20:30 Uhr
»THE PHANTOM OF THE OPERA«
USA 1925/29, ca. 90 min.
Regie: Rupert Julian, Lon Chaney, Edward Sedgwick
nach dem Roman von Gaston Leroux
mit Lon Chaney, Mary Philbin, Morman Kerry, Gibson Gowland, Snitz Edwards
Richard Siedhoff präsentiert "Das Phantom der Oper", den berühmten schaurig-schönen Stummfilm von 1925, live vertont am Klavier und projiziert von ratternder 16mm-Kinotechnik. Kino, wie vor 100 Jahren!
Unter der prunkvollen Pariser Oper liegt ein Labyrinth unheimlicher Katakomben, in denen ein Phantom haust, dass gelegentlich in der Oper selbst sein Unwesen treibt. Es liebt und begehrt die Sängerin Carlotta. Durch Erpressung und gezielte Attentate bringt es die Direktion dazu, Carlotta die Hauptrollen singen zu lassen. Schließlich entführt das Phantom Carlotta - ihr Liebhaber Raoul nimmt die Verfolgung in die Unterwelt auf und gerät von einer sadistischen Falle in die nächste.
Lon Chaney brilliert in einer seiner eindrucksvollsten Darstellungen in einer der bemerkenswertesten Masken der Filmgeschichte, die diesem frühen Horrorfilm zu einem Meilenstein der Stummfilmkunst macht.
Der Weimarer Stummfilmmusiker und Komponist Richard Siedhoff begleitet den Film live mit einer maßgeschneiderten Mischung aus Komposition und Improvisation, eine emotionale Achterbahnfahrt und eine Zeitreise in jene Tage, als der Gang ins Kino auch ein Konzertbesuch war. (Text: Richard Siedhoff)
Beginn 20:30 Uhr
24.05.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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05.06.2026 - Fr | BERLIN: »Wellen der Leidenschaft«
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Im Zeughaus Kino Berlin.
Einführung: Oliver Hanley
»Wellen der Leidenschaft« (aka »Kurs auf die Ehe«)
Estland, Deutschland, 1930
ca. 8 Minuten
Regie: Wladimir Gaidarow
Drehbuch: Max W. Kimmich
Kamera: Werner Lemke, Valdur Tohera
Darsteller: Raimondo van Riel, Ita Rina, Fritz Greiner, Wladimir Gaidarow
Infos folgen ...
Beginn 18:00 Uhr
Einführung: Oliver Hanley
»Wellen der Leidenschaft« (aka »Kurs auf die Ehe«)
Estland, Deutschland, 1930
ca. 8 Minuten
Regie: Wladimir Gaidarow
Drehbuch: Max W. Kimmich
Kamera: Werner Lemke, Valdur Tohera
Darsteller: Raimondo van Riel, Ita Rina, Fritz Greiner, Wladimir Gaidarow
Infos folgen ...
Beginn 18:00 Uhr
07.06.2026 - So | NÜRNBERG: Infos folgen ...
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12.06.2026 - Fr | MÜNCHEN: »Terje Vigen«
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Im Filmmuseum München.
»Terje Vigen«
Schweden 1917 | 62 min, viragiert | dtF
R: Victor Sjöström | B: Victor Sjöström, Gustaf Molander, nach einer Ballade von Henrik Ibsen | K: Julius Jaenzon | D: Victor Sjöström, Bergliot Husberg, August Falck, Edith Erastoff
Das erste große Meisterwerk des schwedischen Stummfilms über Schuld und Vergebung: Der norwegische Fischer Terje Vigen verliert durch eine englische Seeblockade im Krieg gegen Napoleon seine Familie. »Victor Sjöström hat Bilder gefunden, die dem Balladentext eine zusätzliche poetische Dimension geben. Die Bilder der Landschaft, von dem stürmischen Meer und den starren Felsen, der düsteren Steilküste und der heimischen Fischerhütte, dem undurchdringlichen Nebel und dem endlosen Hori-
zont, sind hier Abbilder von Gefühlen und Leidenschaften der Menschen, die in dieser Landschaft leben und wieder von ihr geformt werden. Diese lyrische Beziehung zur Natur ist immer ungebrochen, direkt symbolisch und realistisch zugleich.« (Eckart Jahncke) Von einer viragierten Nitro-Kopie der deutschen Fassung des Films, die als Basis für die Rekonstruktion der Originalfassung durch das schwedische Filminstitut diente, wurde für das Filmmuseum München 2006 eine 35mm-Farbkopie im Desmet-Verfahren hergestellt.
Beginn 18:00 Uhr
»Terje Vigen«
Schweden 1917 | 62 min, viragiert | dtF
R: Victor Sjöström | B: Victor Sjöström, Gustaf Molander, nach einer Ballade von Henrik Ibsen | K: Julius Jaenzon | D: Victor Sjöström, Bergliot Husberg, August Falck, Edith Erastoff
Das erste große Meisterwerk des schwedischen Stummfilms über Schuld und Vergebung: Der norwegische Fischer Terje Vigen verliert durch eine englische Seeblockade im Krieg gegen Napoleon seine Familie. »Victor Sjöström hat Bilder gefunden, die dem Balladentext eine zusätzliche poetische Dimension geben. Die Bilder der Landschaft, von dem stürmischen Meer und den starren Felsen, der düsteren Steilküste und der heimischen Fischerhütte, dem undurchdringlichen Nebel und dem endlosen Hori-
zont, sind hier Abbilder von Gefühlen und Leidenschaften der Menschen, die in dieser Landschaft leben und wieder von ihr geformt werden. Diese lyrische Beziehung zur Natur ist immer ungebrochen, direkt symbolisch und realistisch zugleich.« (Eckart Jahncke) Von einer viragierten Nitro-Kopie der deutschen Fassung des Films, die als Basis für die Rekonstruktion der Originalfassung durch das schwedische Filminstitut diente, wurde für das Filmmuseum München 2006 eine 35mm-Farbkopie im Desmet-Verfahren hergestellt.
Beginn 18:00 Uhr
19.06.2026 - Fr | POTSDAM: »Erotikon«
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Im Filmmuseum Potsdam.
Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)
»Erotikon«
ÄÂSR 1929, 90 Min.
Regie: Gustav Machatý
Drehbuch: Gustav Machatý, VítÄÂzslav Nezval
Kamera: Václav Vich, Alexander Hackenschmied
Darsteller: Olaf Fjord, Ita Rina, Karel Schleichert, Theodor PištÄÂk, Charlotte Susa, Luigi Serventi, Ladislav H. Struna, Milka Balek-Brodská
Neu restaurierte Fassung
tschechisch mit deutscher Übersetzung
Die junge Andrea begegnet einem eleganten Fremden, mit dem sie eine leidenschaftliche Nacht verbringt. Nach seinem Verschwinden bleibt sie allein zurück und heiratet einen älteren Mann, der ihr Sicherheit, aber keine Liebe bietet. Jahre später trifft sie den ehemaligen Liebhaber wieder … Die Darstellung der Andrea als sinnlich-emanzipierte Frau machte Ita Rina zum Star. EROTIKON gilt als seltenes Beispiel für einen international erfolgreichen Spielfilm, der in seiner Kombination von avantgardistischer Bildsprache mit traditioneller Erzählform überzeugt. Deutschlandpremiere der neuen Restaurierung.
Auf diesen Film kann die junge tschechoslowakische Produktion stolz sein. Die bisher von ihr hergestellten Gesellschaftsfilme konnten mit solchen der Nachbarländer nicht konkurrieren und die Atelieraufnahmen aller, auch der in den Außenaufnahmen mit Recht rühmenswerten volkstümlichen Dramen, ließen infolge nicht auf der Höhe stehender Apparaturen viel, manchmal sogar alles zu wünschen übrig. Mit umso größerer Freude begegnet man nun in EROTIKON einem Erzeugnis, das in jeder Hinsicht zu den besten Arbeiten der letzten Zeit auf dem Filmmarkt gezählt werden muß. […] Die Geschichte der jungen, unschuldigen Bahnwärterstochter Ita, die der Verführung durch einen faszinierenden Fremdling zum Opfer fällt, ist spannend und bis auf einige mangelhafte Begründungen mit Takt durchgeführt. […] Als Spielleiter bezeugt Machaty erlesenen künstlerischen Geschmack und auch an den Mitwirkenden merkt man, daß ein feinfühliger Geist jede ihrer Gesten und Mienen zu überzeugender Vollendung bringt.
J. G., Tagesbote, Brünn, 11.10.1929
Beginn 19:00 Uhr
Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)
»Erotikon«
ÄÂSR 1929, 90 Min.
Regie: Gustav Machatý
Drehbuch: Gustav Machatý, VítÄÂzslav Nezval
Kamera: Václav Vich, Alexander Hackenschmied
Darsteller: Olaf Fjord, Ita Rina, Karel Schleichert, Theodor PištÄÂk, Charlotte Susa, Luigi Serventi, Ladislav H. Struna, Milka Balek-Brodská
Neu restaurierte Fassung
tschechisch mit deutscher Übersetzung
Die junge Andrea begegnet einem eleganten Fremden, mit dem sie eine leidenschaftliche Nacht verbringt. Nach seinem Verschwinden bleibt sie allein zurück und heiratet einen älteren Mann, der ihr Sicherheit, aber keine Liebe bietet. Jahre später trifft sie den ehemaligen Liebhaber wieder … Die Darstellung der Andrea als sinnlich-emanzipierte Frau machte Ita Rina zum Star. EROTIKON gilt als seltenes Beispiel für einen international erfolgreichen Spielfilm, der in seiner Kombination von avantgardistischer Bildsprache mit traditioneller Erzählform überzeugt. Deutschlandpremiere der neuen Restaurierung.
Auf diesen Film kann die junge tschechoslowakische Produktion stolz sein. Die bisher von ihr hergestellten Gesellschaftsfilme konnten mit solchen der Nachbarländer nicht konkurrieren und die Atelieraufnahmen aller, auch der in den Außenaufnahmen mit Recht rühmenswerten volkstümlichen Dramen, ließen infolge nicht auf der Höhe stehender Apparaturen viel, manchmal sogar alles zu wünschen übrig. Mit umso größerer Freude begegnet man nun in EROTIKON einem Erzeugnis, das in jeder Hinsicht zu den besten Arbeiten der letzten Zeit auf dem Filmmarkt gezählt werden muß. […] Die Geschichte der jungen, unschuldigen Bahnwärterstochter Ita, die der Verführung durch einen faszinierenden Fremdling zum Opfer fällt, ist spannend und bis auf einige mangelhafte Begründungen mit Takt durchgeführt. […] Als Spielleiter bezeugt Machaty erlesenen künstlerischen Geschmack und auch an den Mitwirkenden merkt man, daß ein feinfühliger Geist jede ihrer Gesten und Mienen zu überzeugender Vollendung bringt.
J. G., Tagesbote, Brünn, 11.10.1929
Beginn 19:00 Uhr
20.06.2026 - Sa | LUNZENAU: »Faust. Eine Deutsche Volkssage«
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Im »Prellbock«, Bahn-Art-Museum Lunzenau.
»FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE«
D 1926, 105 Minuten bei 20 fps, mit Pause
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Mit Emil Jannings, Camilla Horn, Göste Ekmann, Wilhelm Dieterle
Analoge 16mm-Filmprojektion
Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Der Teufel schließt die Wette ab, Gott die Seele Faustens abzuringen. Mephisto verführt Faust, der verführt Gretchen und am Ende macht Murnau aus der auf das wesentliche beschränkten Fabel eines der bildgewaltigsten Werke der Filmgeschichte. Frei nach der Volkssage mit Elementen von Goethe wird die vielschichtige Geschichte in einer visuellen Offenbarung umgemünzt, gespickt mit zahllosen Zitaten aus der klassischen Malerei. (Text: RIchard Siedhoff)
Beginn 21:30 Uhr
»FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE«
D 1926, 105 Minuten bei 20 fps, mit Pause
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Mit Emil Jannings, Camilla Horn, Göste Ekmann, Wilhelm Dieterle
Analoge 16mm-Filmprojektion
Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Der Teufel schließt die Wette ab, Gott die Seele Faustens abzuringen. Mephisto verführt Faust, der verführt Gretchen und am Ende macht Murnau aus der auf das wesentliche beschränkten Fabel eines der bildgewaltigsten Werke der Filmgeschichte. Frei nach der Volkssage mit Elementen von Goethe wird die vielschichtige Geschichte in einer visuellen Offenbarung umgemünzt, gespickt mit zahllosen Zitaten aus der klassischen Malerei. (Text: RIchard Siedhoff)
Beginn 21:30 Uhr
14.11.2026 - Sa | ALTLANDSBERG: Infos folgen ...
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In der Schlosskirche Altlandsberg.
Infos folgen ...
Beginn 19:00 Uhr
Infos folgen ...
Beginn 19:00 Uhr
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