Termine

08.07.2026 - Mi | MÜNCHEN: »The Lost World«
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)

»The Lost World«
USA 1925 | R: Harry O. Hoyt | B: Marion Fairfax, nach einem Roman von Arthur Conan Doyle | K: Arthur Edeson | D: Bessie Love, Lewis Stone, Wallace Beery, Lloyd Hughes, Alma Bennett, Arthur Hoyt | 110 min | viragiert | OF

»Die Handlung, die Liebesgeschichte und der dramaturgische Aufbau des Filmes interessieren vornehmlich deshalb, weil so viele erfreuliche und talentierte Schauspieler mitwirken. Wesentlich spektakulärer und aufregender sind die herausragenden Trickaufnahmen von Willis O’Brien: Die wilden Kämpfe zwischen Brontosauriern, Dinosauriern und anderen Monstern, alle äußerst lebendig in ihren Bewegungen und mit erstaunlich menschlichem Mienenspiel und Augenrollen, und natürlich die brillant konstruierte Episode mit dem Amok laufenden Brontosaurus in den Straßen von London.« (Joe Franklin)

Vorfilm:
»Vor 50 Millionen Jahren«
Deutschland 1924 | R+B+K: Theo Rockenfeller | 13 min | OF

»Besonderer Wert ist auf die vorsintflutlichen riesenhaften Tiere (Saurier) gelegt worden, die nach einem gänzlich neuartigen Verfahren in vollständiger Bewegung vorgeführt werden. Der Film bringt gleichzeitig den Werdegang des Menschen vom Uraffen über den Menschenaffen und Eiszeitmenschen zum heutigen Kulturmenschen.« (Der Kinematograph)

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Beginn 20:00 Uhr

09.07.2026 - Do | MÜNCHEN: »Engelein« & »Die Austernprinzessin«
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)

»Engelein«
Deutschland 1913 | R+B: Urban Gad | K: Axel Graatkjær, Karl Freund | D: Asta Nielsen, Alfred Kühne, Max Landa, Fred Immler, Hanns Kräly | 68 min | OF

Die 32-jährige Asta Nielsen in ihrem größten Erfolg: ENGELEIN ist eine Komödie der absichtlich vertauschten Identität. Nur wenn die 17-jährige Jesta sich als 12-jährige ausgibt, kann ihre Familie eine reiche Erbschaft machen. Doch weil sie sich in ihren Onkel verliebt, verbringt sie den Rest des Films mit dem paradoxen Versuch, ihn dazu zu bringen, sie als Frau wahrzunehmen, gleichzeitig aber auch getreu dem Versprechen an ihren Vater ein unschuldiges (wenn auch frühreifes) Kind darzustellen.

Im Anschluss:

»Die Austernprinzessin«
Deutschland 1919 | R: Ernst Lubitsch | B: Hanns Kräly, Ernst Lubitsch | K: Theodor Sparkuhl | D: Ossi Oswalda, Victor Janson, Harry Liedtke, Julius Falkenstein, Max Kronert, Curt Bois | 58 min | OF

Ossi Oswalda als ausgelassene Milliardärstochter, die einen Prinzen zum Heiraten sucht. Eine der besten frühen Komödien von Ernst Lubitsch, mit verschwenderischer Ausstattung, maßlosen Übertreibungen und einem sehr direkten Humor, der in zugespitzten pikanten Situationen und sarkastisch witzigen Zwischentiteln gipfelt.

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Beginn 20:00 Uhr

10.07.2026 - Fr | MÜNCHEN: »Doktor Satansohn« & »Die Hintertreppe«
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)

»Doktor Satansohn«
Deutschland 1916 | R+B: Edmund Edel | K: Ernst Krohn | D: Ernst Lubitsch, Yo Larte, Marga Köhler, Hans Felix, Erich Schönfelder | 44 min | viragiert | OF

Ernst Lubitsch spielt die Titelrolle in diesem frivolen Verwechslungsspiel: den ominösen Besitzer eines »Instituts für Schönheitspflege«, der sich der alternden Ilona andient und ihr eine Verjüngung verspricht. Allerdings stellt er eine Bedingung: Ilona darf nicht mehr küssen und auch nicht geküsst werden. Erstaufführung einer neuen Rekonstruktion des Filmmuseums München.

Im Anschluss:

»Die Hintertreppe«
Deutschland 1921 | R: Leopold Jessner | B: Carl Mayer | K: Karl Hasselmann | D: Henny Porten, Wilhelm Dieterle, Fritz Kortner | 49 min | viragiert | OF | Erstaufführung der Rekonstruktion eines Meisterwerks des deutschen Stummfilms: Die tragische Dreiecksgeschichte eines Dienstmädchens, ihres Liebhabers und eines verkrüppelten Postboten wird dank der visuellen Gestaltung durch Ausstatter und Set Designer Paul Leni rein visuell erzählt, mit einem Minimum an Zwischentiteln. Die »Münchner Neusten Nachrichten« nannten das Filmdebüt von Theaterregisseur Leopold Jessner »wahre und zukunftsweisende Filmkunst«.

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Beginn 20:00 Uhr

11.07.2026 - Sa | MÜNCHEN: Laurel & Hardy & Co.
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Richard Siedhoff (piano)

Laurel & Hardy & Co.
Das Hal-Roach-Studio produzierte Ende des 1920er Jahre vier Serien, deren Kurzfilme im Kinovorprogramm oft erfolgreicher waren als die Hauptfilme: Our Gang (Die kleinen Strolche), Charley Chase Comedies, Max Davidson Comedies und schließlich Laurel & Hardy Comedies (Dick und Doof). Die Drehbücher wurden im Team ausgearbeitet, die Masterminds im Hintergrund waren Charley Chase und Leo McCarey.

»Big Red Riding Hood«
USA 1925 | R: Leo McCarey | D: Charley Chase, Martha Sleeper, Helen Gilmore, Richard Daniels, Leo Willis | 10 min | OF | Charley Chase als Büchernarr.

»Thundering Fleas«
USA 1926 | R: Robert F. McGowan | K: Art Lloyd | D: Joe Cobb, Mickey Daniels, Allen Hoskins, Oliver Hardy, Charley Chase, James Finlayson | 20 min | OF | Die kleinen Strolche bringen zu einer Hochzeitsfeier Flöhe mit.

»Jewish Prudence« (Es kommt immer anders, als ...)
USA 1928 | R: Leo McCarey | K: Len Powers | D: Max Davidson, Johnny Fox, Martha Sleeper, Gaston Glass, Jesse De Vorska | 19 min | OF | Max Davidson sucht vergeblich Arbeitsstellen für seine erfolglosen Söhne.

»Limousine Love«
USA 1928 | R: Fred Guiol | K: Len Powers | D: Charley Chase, Edna Marion, Viola Richard, Edgar Kennedy, Bull Montana | 21 min | OF | Auf dem Weg zu seiner Hochzeit gerät Charley Chase an eine nackte Frau.

»Liberty« (Dick und Dof in Freiheit dressiert)
USA 1929 | R+B: Leo McCarey | K: Art Lloyd | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, Tom Kennedy, James Finlayson, Jean Harlow | 20 min | OF | Stan Laurel & Oliver Hardy balancieren auf dem Baugerüst für ein Hochhaus.

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Beginn 20:00 Uhr

12.07.2026 - So | MÜNCHEN: Die Anfänge des Films in München
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Richard Siedhoff (piano)
Mykyta Sierov (oboe)

Die Anfänge des Films in München
Ein unterhaltsames Programm mit Kurzfilmen, die in München gedreht oder produziert wurden, in den Jahren 1896 bis 1927, vorgestellt und kommentiert von Stefan Drößler (Filmmuseum München). Vertreten sind die unterschiedlichsten Gattungen: Dokumentar-, Spiel-, Schattenspiel-, Zeichentrick-, Werbe- und Erziehungsfilme.

»Karlsplatz & Maximilianeum«
1896 | P: Louis Lumière | 2 min | OF – Wie München seine Feste feiert | 1910 | P: Ludwig Neumayer | 10 min | OF – Die Wahrheit | 1910 | P+R: Peter Ostermayr | 20 min | OF

»Karl Valentins Hochzeit«
1912 | R: Hans Ansfelder | D: Karl Valentin, Georg Rückert, Liesl Karlstadt | 12 min | OF

»Der getäuschte Pierrot«
1917 | R+B: Ludwig von Wich | 7 min | OF

»Die Entdeckung Deutschlands«
1917 | R: Georg Jacoby | B: Richard Otto Frankfurter | D: Paul Heidemann, Edith Meller, Gustav Botz | 21 min (Ausschnitt) | holländische Zwischentitel

»Die Feierlichkeiten anlässlich des Begräbnisses von Kurt Eisner«
1919 | P: Anton Ankenbrand | 9 min | OF – Münchner Filmbilderbogen | 1920 | P+R: Louis Seel | 6 min | OF

»Lichtspiel opus 1.«
1921 | P+R+K: Walther Ruttmann | 12 min | OF

»Gefahren der Großstadtstraße: Straße und Verkehr«
1924 | P+R+B: Toni Attenberger | K: Otto Trippel | 12 min (Episode) | OF

»Zwischen Mars und Erde«
1925 | R+B: Friedrich Möhl | K: Gustav Weiß | 9 min | OF

»Achtung, Achtung: Klettermaxe«
1926 | P: Emelka-Kulturfilm | 4 min | OF

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Beginn 20:00 Uhr

19.07.2026 - So | HAMBURG-HARBURG: Buster Keaton »The Cameraman«
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Im Planet Harburg, Spieltätte des Metropolis Kinos Hamburg.

»THE CAMERAMAN«
USA 1928, ca. 70 min + Vorfilm
Regie: Edward Sedgwick, Buster Keaton
Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Marceline Day, Harold Goodwin, Sidney Bracey, Harry Gribbon

16mm-Filmkopie

Diese wunderschöne Liebeskomödie, die noch über Jahre Pflichtlektüre für die Drehbuchautoren bei MGM war, gehört zu den schönsten Werken Buster Keatons.
Straßenfotograf Buster versucht sich aus Liebe zur jungen Sekretärin Sally als Wochenschau-Kameramann. Zunächst erfolglos stolpert er von einem Missgeschick ins nächste. Doch dank eine Straßenschlacht in Chinatown und eines kleinen Äffchens im Matrosenanzug gelingt es ihm schließlich, sich zu beweisen, den Nebenbuhler auszuschalten, das Leben der angebeteten zu retten und ihr Herz zu erobern.
»THE CAMERAMAN« ist Keatons erster Film für den Studioriesen MGM und gleichzeitig der letzte, bei welchem er sich künstlerisch noch durchsetzten konnte. Man zwang Keaton ein Drehbuch auf und 22 eifrige Autoren fielen über das eingespielte Team her. Doch Keaton flüchtet nach New York, warf das in acht Monaten entstandene Script weg und improvisierte mit seinem Team in gewohnter Manier. Schließlich trägt der Film doch noch die Handschrift Keatons und wurde einer seine größten Erfolge.  (Text: Richard Siedhoff)

Beginn 19:00 Uhr

18.08.2026 - Di | BONN: Infos folgen ...
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19.08.2026 - Mi | BONN: Infos folgen ...
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27.08.2026 - Do | BERLIN: Infos folgen
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Open Air auf dem Leopoldplatz.

Infos folgen ...

Beginn 21:00 Uhr

29.08.2026 - Sa | HANNOVER: Infos folgen ...
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Open Air auf dem Opernplatz.

Infos folgen ...

Beginn 21:00 Uhr

09.09.2026 - Mi | RUDOLSTADT: »Mutter und Kind«
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Beginn 20:00 Uhr

10.09.2026 - Do | MAGDEBURG: »Von morgens bis mitternachts«
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Im Gesellschaftshaus Magdeburg.

Richard Siedhoff ist Artist in Residence der Spielzeit 2026/27 des Gesellschaftshauses Magdeburg.

»Von morgens bis mitternachts«
D 1920, ca. 73 Minuten
Regie: Karlheinz Martin
Buch: Karlheinz Martin, Herbert Juttke, nach Georg Kaiser
Produktion: Herbert Juttke, Georg Isenthal
Kamera: Carl Hoffmann
Darsteller: Ernst Deutsch, Roma Bahn, Erna Morena, Adolf Edgar Licho, Hans Heinrich von Twardowski, Frida Richard

Rekonstruierte Fassung des Filmmuseums München, deutsche Zwischentitel.

Georg Kaisers expressionistisches Theaterstück "Von morgens bis mitternachts" über den Kassierer einer Bank, der eines Tages aus seiner bürgerlichen Existenz auszubrechen versucht, wurde von Regisseur Karlheinz Martin in einen konsequent expressionistischen Stummfilm umgesetzt. Die Radikalität seiner Inszenierung verschreckte seinerzeit die Kinobranche, so dass der Film keinen Verleiher fand und nie in die deutschen Kinos gelangte. Lediglich in Japan lassen sich Aufführungen nachweisen, und in Japan hat sich auch die einzige Kopie des Films erhalten, die vom National Film Center umkopiert wurde. Das Filmmuseum München hat den Film restauriert! (Text: Richard Siedhoff)

Beginn 20:00 Uhr

19.09.2026 - Sa | POTSDAM: Laurel & Hardy & Co.
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Auf dem Wagenplatz Potsdam - Wagenhausburg Hermannswerder.

Richard Siedhoff (Piano)
Mykyta Sierov (Oboe)

Laurel & Hardy & Co. Ein Slapstick-Kurzfilmabend mit Perlen aus den Hal Roach Studios.
USA 1926-1929, ca. 90 min.

Beginn 21:00 Uhr

26.09.2026 - Sa | HUE DE GRAIS (Wolkramshausen): Slapstick für die ganze Familie
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Im Rahmen der Thüringer Schlosskonzerte im Herrnhaus Hue de Grais, Wolkramshausen.

Slapstick für die ganze Familie


Der renommierte Stummfilmpianist Richard Siedhoff lädt zu einem ganz besonderen Kinoerlebnis ein: Mit humoristischen Perlen der frühen Filmgeschichte erweckt er die Welt der Stummfilmkomik zu neuem Leben. Präsentiert auf historischer 16-mm-Filmtechnik und live, temporeich sowie punktgenau am Klavier begleitet, entsteht Kino wie vor über 100 Jahren.  Auf der Leinwand begegnen sich die großen Stars der Stummfilmzeit: Charlie Chaplin, Buster Keaton, Laurel & Hardy, Felix the Cat und viele weitere legendäre Figuren sorgen mit ihren spritzigen Filmgrotesken für Lachsalven bei Jung und Alt. Wenn Slapstick, Situationskomik und frühe Trickfilmmagie aufeinandertreffen, bleibt garantiert kein Auge trocken.

Beginn 18:00 Uhr

27.09.2026 - So | NÜRNBERG: »Broken Blossoms«
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Im Filmhaus Nürnberg.

»Broken Blossoms,
or The Yellow Man and the Girl«
USA 1919, ca. 90 min.
Buch & Regie: David Wark Griffith
nach der Erzählung „The Chink and the Child“ von Thomas Burk    
Kamera: G. W. Bitzer
Darsteller: Lilian Gish, Richard Barthelmess, Donald Crisp, Arthur Howard, Edward Peil Sr., George Beranger, Norman Selby

Der Chinese Cheng Huan macht sich nach England auf, um dort die Lehren Buddhas zu verbreiten. Doch seine Ideale zerbrechen jäh an der tristen Realität des Londoner Hafen-milieus. Schließlich fällt es ihm zu, Lucy, die misshandelte Stieftochter des brutalen Preis-boxers „Battling“ Burrows, aufzunehmen, sie zu pflegen und ihr kurzzeitig das Glück zu geben, das ihr bisher verwehrt blieb. Doch ihr Wohl ist von kurzer Dauer. Der rassistische Stiefvater kommt dahinter und führt einen Rachefeldzug mit tödlichem Ausgang.

Nach dem ersten Weltkrieg manövrierte sich der ernste Hollywood-Film in eine Krise. Die Zeit der großen künstlerisch wertvollen Filme war vorerst vorbei. Obwohl sich die Filmtechnik perfektionierte, waren sie in „ideologischer und künstlerischer Hinsicht immer hoffnungsloser“ (Jerzy Toeplitz). Das nach Vergnügen und Ausgelassenheit strebende breite Publikum hatte schließlich so wenig Interesse an Filmen wie „Scarlet Days“ (1919) und „The Greatest Question“ (1919), dass der Verleih sie erst gar nicht herausbrachte. Dabei handelte es sich immerhin um Werke von David Wark Griffith, der 1915 mit „The Birth of a Nation“ und 1916 mit „Intolerance“ nicht nur zwei der international erfolgreichsten Filme, sondern auch filmgeschichtlich unabdingbare Meilensteine geschaffen hatte. Schon in den Jahren zuvor hatte er die seither unumgängliche „Grammatik“ der Filmmontage begründet und entwickelt: Der Grundkanon bei der gezielten Anwendung von Nahaufnahmen bis zu Totalen sowie Mittel der Parallelmontage gehen auf Griffith zurück. In „Intolerance“, dem bis dato größten Werk der Filmgeschichte (wenngleich die monumentalen Elemente im italienischen Kino ihren Ursprung haben), fand der Einsatz filmischer und dramatischer Mittel vorerst seine Vollendung. Doch Griffith, der gefeierte Meisterregisseur des seriösen Kinos, verlor mehr und mehr den Kontakt zum Publikum. „Hearts of the World“, ein humanistischer Antikriegsfilm, der Originalaufnahmen aus den französischen Schützengräben verwendete, ist zwar ein beeindruckendes und von der Kritik löblich aufgenommenes Werk, kam aber 1918 einfach zu spät - das Publikum hatte das Thema satt. Es folgten danach selbst für Griffith enttäuschende Filme. „Es schien, als ob der Schöpfer von „Intoleranz“ nichts mehr zu sagen habe. Diese Vermutung strafte 1919 der Film „Broken Blossoms“, ein Melodram mit Lilian Gish in der Hauptrolle, Lügen.“ (Toeplitz)
(Text: Richard Siedhoff)



Beginn 18:00 Uhr

03.10.2026 - Sa | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!



Beginn 20:15 Uhr

11.10.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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Im Lichthaus Kino Weimar.

Infos folgen ...

Beginn 19:00 Uhr

23.10.2026 - Fr | BIELEFELD: Infos folgen ...
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In der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld, als Eröffnungskonzert des Film+Musik-Fest Bielefeld

Richard Siedhoff (Piano, Komposition)
Claudia Mende (Violine)
Mykyta Sierov (Oboe)
Frank Bockius (Perkussion)

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Beginn 18:00 Uhr

24.10.2026 - Sa | GOTHA: »Der iatlienische Strohhut«
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In Gotha - der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

»Der italienische Strohhut«
F 1928, ca. 90 min.
Buch & Regie: René Clair
nach dem Bühnenstück von Eugène Labiche
Kamera: Maurice Desfassiaux, Nicolas Roudakoff
Mit Albert Préjean, Maryse Maia, Yvonneck, Olga Tschechowa, Geymond Vital, Paul Oliver

16mm-Kopie, deutsche Fassung

René Clair schuf mit diesem Film eine der schönsten Komödien des französischen Kinos, eine Satire, die den zweifelhaften Charme der Bourgeoise zärtlich auf das genaueste seziert.
Paris 1895: Weil Ferdinands Pferd auf dem Weg zu seiner Hochzeit versehentlich einen seltenen Hut auffrisst, droht das Stelldichein einer verheirateten Dame aufzufliegen. Da Ferdinand den Hut sofort ersetzen soll, nehmen seine Hochzeitsfeierlichkeiten immer groteskere Wendungen an: Ein wütender Offizier in seiner Wohnung, eine ohnmächtige Frau in seinem Bett, ein eifersüchtiger Ehemann, ein schwerhöriger Onkel und eine aufgebrachte Hochzeitsgesellschaft machen diesen Hochzeitstag zu einer Tour de Force für Ferdinand. (Text: Richard Siedhoff)



Beginn 18:00 Uhr

25.10.2026 - So | ISNY: Charlie Chaplin Comedies
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Im Refektorium im Schloss Isny,
anlässlich des 30. Jubiläums des Kinos Neues Ringtheater Isny in Kooperation mit der Reihe klavier plus.

Charlie Chaplin Comedies
Kurzfilme, USA 1916 - 1918
ca. 90 min.

16mm-Projektion

Beginn 18:00 Uhr

30.10.2026 - Fr | CRIMMITSCHAU: »Die Weber«
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In der ehemaligen Tuchfabrik Crimmitschau.


»DIE WEBER«
D 1927, ca. 95 min.
R: Friedrich Zelnik, B: Fanny Carlsen, Willy Hass, nach dem Stück von Gerhart Hauptmann
K: Frederik Fuglsang, Friedrich Weinmann
D: Paul Wegener, Wilhelm Dieterle, Arthur Kraußneck, Theodor Loos, Hertha v. Walther, Georg John

16mm-Vorführung

Friedrich Zelnik schuf mit »Die Weber« ebenso eine erstaunlich werkgetreue Adaption Gerhart Hauptmanns Theaterstücks wie ein visuell fesselndes Kinokunststück. Stark beeinflusst von der dramatischen Montage russischer Revolutionsfilme und unterstützt durch Schauspielgrößen wie Paul Wegener, Wilhelm Dieterle oder Hertha v. Walther, gelingt es Zelnik, den historischen Stoff gekonnt als Spiegel und Kritik der aktuellen Verhältnisse zwischen Proletariat und Großkapital umzusetzen. Ein bewegender Film, der auch heute noch aktuell erscheint.

Die Weber in Schlesien leben hungernd in Armut und arbeiten ohne unterlass, doch Fabrikant Dreißiger drückt weiter die Löhne - die Konkurrenz der mechanischen Webstühle sei der Grund.
Ein heimkehrender Soldat hat die wirtschaftspolitische Lage durchschaut und ruft die Weber zum Aufstand auf. Es kommt zu Maschinenstürmerei und zur Zerstörung Dreißigers Villa. Nicht ohne Folgen.
(Text: Richard Siedhoff)



Beginn 17:00 Uhr

31.10.2026 - Sa | BIELEFELD: Infos folgen ...
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Im Lichtwerk Kino Bielefeld im Rahmen des Film+Musik-Fest Bielefeld.

Richard Siedhoff (Piano)
Mykyta Sierov (Oboe)

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Beginn 19:00 Uhr

01.11.2026 - So | BECHSTEDTSTRASS: Infos folgen ...
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In der Kirche St. Bonifatius, Bechstedtstraß.

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Beginn 17:00 Uhr

06.11.2026 - Fr | NÜRNBERG: Infos folgen ...
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Stummfilmmusiktage Nürnberg.

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Beginn 18:00 Uhr

07.11.2026 - Sa | NÜRNBERG: Infos folgen ...
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Stummfilmmusiktage Nürnberg.

Infos folgen ...

Beginn 18:00 Uhr

08.11.2026 - So | HANNOVER: Infos folgen ...
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12.11.2026 - Do | MAGDEBURG: Max Davidson Comedies
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Im Gesellschaftshaus Magdeburg.

Richard Siedhoff ist Artist in Residence der Spielzeit 2026/27 des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Tage der jüdischen Kultur und Geschichte:

Max Davidson Comedies
USA 1927, ca. 90 Minuten (mit Pause)
Regie: Leo McCarey, Clyde Bruckman, Fred Guiol
Darsteller: Max Davidson, Spec O’Donnell, Martha Sleeper, Tiny Sandford, Stan Laurel, Oliver Hardy

16mm-Filmprojektion, englische Zwischentitel (zum Verständnis nicht zwingend erforderlich)

Die Filmserie um den von Max Davidson schrullig-liebevollen dargestellten jüdischen Familienvater gehört zu den heute fast vergessenen Juwelen der Filmgeschichte, obwohl die Kurzfilme Ende der 1920er Jahre überaus erfolgreich in den Kinos liefen. Die Komödien entstammen, ebenso wie die frühen Filme des Starkomikers Harold Lloyd und dann die Filme von Laurel & Hardy, der überaus kreativen Slapstick-Fabrik des Produzenten Hal Roach. Viele der Mitwirkenden vor und hinter der Kamera hatten selbst jüdische Wurzeln. Regisseur und Supervisor der Filme war Komödien-Legende und späterer Oscar-Preisträger Leo McCarey.
In den Max Davidson-Comedies sehen wir das Leben jüdischer Einwanderer und Kleinbürger in den USA liebevoll und ironisch portraitiert. Dabei nehmen die Film »Jewish Prudence« und »Flaming Fathers« fleißig gewisse Vorurteile aufs Korn, während die Filme »Call of the Cuckoo« und das Meisterwerk »Pass the Gravy« das jüdische Milieu eher als Schauplatz lebendigster Slapstick-Orgien zur Grundlage nehmen. (Text: Richard Siedhoff)

"1927 entstand so die Max-Davidson-Comedy-Serie um den jüdischen Familienvater einer jener typischen Immigranten-Familien, die sich im amerikanischen Alltag zu behaupten suchten. Ständig getrieben von der Angst, den mühsam erworbenen Lebensstandart zu verlieren, und stets bereit zur Verteidigung der traditionellen Werte in einer modernen Welt, die seine eigenen Kinder prägt, war Davidson die ideale Identifikationsfigur für das Heer von Immigranten in den USA." (Stefan Drössler)

Beginn 19:30 Uhr

13.11.2026 - Fr | BRAUNSCHWEIG: Kinderprogramm
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In der St.-Petri-Kirche im Rahmen des BIFF - Internationales Filmfest Braunschweig.

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Beginn 17:00 Uhr

13.11.2026 - Fr | BRAUNSCHWEIG: Infos folgen ...
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In der St.-Petri-Kirche im Rahmen des BIFF - Internationales Filmfest Braunschweig.

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Beginn 19:00 Uhr

14.11.2026 - Sa | ALTLANDSBERG: Infos folgen ...
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In der Schlosskirche Altlandsberg.

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Beginn 19:00 Uhr

15.11.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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Im Lichthaus Kino Weimar.

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Beginn 19:00 Uhr

22.11.2026 - So | BERLIN: Infos folgen ...
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Beginn 19:00 Uhr

26.11.2026 - Do | PADERBORN: Infos folgen ...
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In der Studiobühne der Universität Paderborn.

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Beginn 19:30 Uhr

28.11.2026 - Sa | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!



Beginn 20:15 Uhr

29.11.2026 - So | BONN: Infos folgen ...
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Im Kammermusiksaal des Beethoven Haus Bonn.

Richard Siedhoff (Piano)
Mykyta Sierov (Oboe)

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Beginn 18:00 Uhr

13.12.2026 - So | HANNOVER: Infos folgen ...
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18.12.2026 - Fr | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurz- und Spielfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!



Beginn 20:15 Uhr

20.12.2026 - So | WEIMAR: Infos folgen ...
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Im Lichthaus Kino Weimar.

Infos folgen ...

Beginn 19:00 Uhr

25.12.2026 - Fr | LEIPZIG: Infos folgen ...
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Zum 114. Geburtstag des UT Connewitz.

Infos folgen ...

Beginn 19:00 Uhr

27.12.2026 - So | LEIPZIG: Familienprogramm mit Laurel & Hardy
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An der historischen Welte-Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig.

Familienprogramm: Laurel & Hardy
Details folgen ...

Beginn 16:00 Uhr

18.02.2027 - Do | MAGDEBURG: »Wo ist Coletti?« & Filmgespräch
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Im Gesellschaftshaus Magdeburg.

Richard Siedhoff ist Artist in Residence der Spielzeit 2026/27 des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Filmgespräch mit Lars Johanson und Artist in Residence Richard Siedhoff.

»Wo ist Coletti?«

Deutschland 1913, ca. 80 min.
Regie: Max Mack
Buch: Franz von Schönthan
Mit Hans Junkermann, Madge Lessing, Heinrich Peer, Anna Müller-Lincke, Hans Stock, Max Laurence

Digital restaurierte Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Die Filmperle »Wo ist Coletti?« von Max Mack aus dem Jahr 1913 ist der wohl ersten abendfüllenden Filmkomödie der Filmgeschichte – gedreht ein Jahr vor Mack Sennetts »Tillie's punctured Romance«!
Meisterdetektiv Coletti hat innerhalb von 48 Stunden einen Bankräuber in Berlin allein dingfest gemacht. Die Presse hält ihm zum Narren, da eine Beteiligung der Bevölkerung mittels Fahndungsplakaten wesentlich schneller zum Ziel geführt hätte. Coletti geht daraufhin eine gewagte Wette ein: Wer es schafft, ihn selbst innerhalb von 48 Stunden in Berlin aufzuspüren, bekommt eine Belohnung von 100.000 Mark. Die Stadt wird mit Plakaten gepflastert und die ganze Hauptstadt ist hinter Coletti her. Er maskiert sich als Straßenkehrer, Kellner und als feine Dame und sieht im Kino der Verfolgung des von ihm initiierten Doppelgängers in der Wochenschau zu. Aber wird Coletti seinen Wettlauf mit der Zeit gewinnen? (Text: Richard Siedhoff)

„In unserer trübseligen, grauen, theoretischen Zeit, die uns täglich neue Steuerlasten, Lebensmittelverteuerungen, Offenbarungseide, Bankzusammenbrüche, Manifestationen und dergleichen liebliche Dinge bringt, da ist der ein gottbegnadeter Künstler, der es versteht, uns die Sorgenfalten von der Stirn wegzuscheuchen.“ (Lichtbild-Bühne Nr. 14 vom 5. April 1913) WO IST COLETTI? wurde einer der ersten großen Publikumserfolge des deutschen Films. Aber auch im Ausland verkauft sich der Film gut! „Berlin hat jetzt seine persönliche Note, das Schlagwort der Zeit, denn überall wird es uns jetzt entgegentönen: ‚Wo ist Coletti?‘“ (Lichtbild-Bühne)

Um den Film etwas aus seinem spätbiedermeierlichen Flair zu befreien und seine Wirkung auf die spätere Filmwelt zu verdeutlichen, schrieb Richard Siedhoff eine Salonorchester-Musik, in der modernere Big-Band-Klänge im Swing-Rhythmus ebenso maßgebend sind wie Anklänge an Wagner und an den Foxtrott der 1920er. Uraufgeführt bei den UFA-Filmnächten 2023. Richard Siedhoff wird an diesem Abend seine Komposition in freie Form am Klavier darbieten.

Beginn 19:00 Uhr

17.04.2027 - Sa | MAGDEBURG: Klavierabend: kurzen Stummfilm & Live-Musik
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Im Gesellschaftshaus Magdeburg.

Richard Siedhoff ist Artist in Residence der Spielzeit 2026/27 des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Klavierabend: kurzen Stummfilm & Live-Musik

16mm-Filmprojektion, englische Zwischentitel (zum Verständnis nicht zwingend nötig)

Richard Siedhoff vertont ein buntes Programm von experimentellen, ernsten und Slapstick-Kurzfilmen, in denen die Musik eine tragende Rolle spielt und die Stummfilm-Begleitmusik über eine bloße illustration hinausgeht. Ein Klavierabend der besonderen Art.

Voraussichtlich werden folgende Filme gezeigt:
»Dream of a Rarebit Fiend«
»The Immigrant«
»Neighbors«
»Das Geheimnis der Marquise«
»Ballett Mécanique«
»Regen«
»You're darn tootin'«

Beginn 19:30 Uhr

19.06.2027 - Sa | MAGDEBURG: Infos folgen ...
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Im Gesellschaftshaus Magdeburg.

Richard Siedhoff ist Artist in Residence der Spielzeit 2026/27 des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Infps folgen ...


Beginn 21:30 Uhr



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