Termine

20.06.2024 - Do | PADERBORN: Chaplin »The Immigrant« & Keaton »Go West«
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In der Studiobühne der Universität Paderborn.



Vorfilm:
»THE IMMIGRANT«
von und mit Charlie Chaplin
USA 1917, ca. 25 min., engl. Originalfassung

Eines von Chaplins ersten Meisterwerken zeigt den Tramp als Einwanderer dritter Klasse zwischen zahlreichen (ost-)europäischen Ethnien auf einem Schiff. Er lernt eine junge Dame kennen, die er in einem kleinen Lokal an Land wiedertrifft - ihre Mutter ist derweil gestorben. Und während der Tramp sie zum Essen einlädt, entspinnt sich ein existenzieller Kampf um eine Münze.

»GO WEST«
Komödie von und mit Buster Keaton,
USA 1925, ca. 70 min., engl. Originalfassung

Im Sommer 1925 lief mit „Goldrush“ nach mehrjähriger Pause wieder ein „richtiger“ Chaplin-Film in den Kinos an. Getoppt wurde Chaplins Erfolg nur noch mit „The Freshman“ von Harold Lloyd. Pathos hieß das Zauberwort der Session und so wagte auch Keaton nach „Seven Chances“ (1924), der freien Adaption eines Broadway-Stücks, einen Ausflug ins Chaplin‘sche Terrain. Die Fabel von Androkles und dem Löwen wird hier zur Fabel von Buster und der Kuh. Hier tritt Keaton vorläufig auch das letzte Mal als die Filmfigur auf, die er seit seinen frühesten Filmen verkörperte, wenn auch keinesfalls konsequent wie Chaplin: Als der stoische Außenseiter mit flachem Filzhut, der sich bei allen Katastrophen sofort anpasst, keine Miene verzieht und immer einen gewitzten Ausweg findet. Dennoch bleibt sein „Stoneface“ nie ungerührt. Die ungeheure emotionale Tiefe, die Keaton mit minimalster Mimik, hier besonders im Zusammenspiel mit der Kuh „Brown Eyes“ auf die Leinwand bannt, sucht seines Gleichen. Die treue Kuh, in die Buster sich in „Go West“ verliebt, ist eine bezeichnend ironische Auseinandersetzung mit seinem Privatleben – die Ehe mit Natalie Talmadge kriselte. Wollten ihn in „Seven Chances“ noch tausende heiratswillige Frauen meucheln, so begnügt er sich hier mit einer richtigen Kuh, die ihm am Ende mehr bedeutet als des Farmers schöne Augen machende Tochter. Die Dreharbeiten zu „Go West“ fanden in extremer Hitze statt, welche fast die Emulsion des Rohfilms zum Schmelzen brachte. Die Rinder waren besonders träge und das Finale des Films besonders schwer zu inszenieren. Später resümiert Keaton: „Manche Teile daran gefielen mir, aber als Film, im Ganzen, mochte ich ihn nicht.“ Dennoch war  „Go West“ ansehnlich erfolgreich und das Ergebnis kann sich mit all seinen surrealistischen Momenten sehen lassen. Unter Eigenregie gelingen Keaton Bilder, „die durch ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten“  (Frieda Grafe, 1964). Keaton, Künstler aus Instinkt, war immer sehr darauf bedacht, besonders stilisierte Motive für seine Bilder zu finden - und am Ende sind wir uns einig: Der beste Freund des Menschen ist die Kuh!

Analoge 16mm-Filmprojektion
Live begleitet von Richard Siedhoff am Klavier


Beginn 19:30 Uhr

22.06.2024 - Sa | LUNZENAU: Die Eisenbahn in der Stummfilmgroteske
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Im »Prellbock«, Bahn-Art-Museum Lunzenau.

Die Eisenbahn in der Stummfilmgroteske
Kurzfilm-Komödien zum Thema Eisenbahn
USA 1920-1927
16mm-Projektion, ca. 80 Minuten

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Perlen der Filmgeschichte live am Klavier!

nbahnen spielten im Aufbruchsmedium des 20. Jahrhunderts - dem Kinofilm - eine besondere Rolle. Insbesondere in den amerikanischen Slapstick-Komödien wurden die Möglichkeiten dieser "thrilling Machines" bis aufs äußerste ausgenutzt. Ob bei rasanten Verfolgungsjagden, oder bei vermeintlichen Liebesabenteuern im Schlafwagen, oder in liebevoll-anachronistischer Manie mit einer historischen "Stevenson", oder gar im Zeichentrickfilm: Die Dampflock war ein stetiger Gefährte der großen und kleinen Filmkomiker.

Beginn 21:30 Uhr

23.06.2024 - So | WEIMAR: Harold Lloyd »Warum sich krank ärgern?«
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Im Lichthaus Kino Weimar.



»Warum sich krank ärgern?« /
»Why worry?«
USA 1923, ca. 65 min + Vorfilm
Regie: Fred C. Newmeyer, Sam Taylor
Buch: Sam Taylor, Ted Wilde, Tim Whelan
Kamera: Walter Lundin
mit Harold Lloyd, Jobyna Ralston, John Aasen, Jim Mason, Leo White

Harold Lloyd mimt in einer seiner ausgefeisten Grotesken einen Hypochonder, der, in der Hoffung auf der pazifischen Insel Paradiso Genesung zu finden, ahnungslos und Hals über Kopf in eine Revolution stolpert. Nachdem er anstatt im Hotel im Gefängnis landet, gelingt ihm der Ausbruch und die Bekämpfung der Aufstände mithilfe eines furchteinflößenden, bärtigen Riesen. Doch dazu muss er diesem ertmal einen Zahn ziehen und seine eigene Krankenschwester wiederfinden. Mit allerhand explosiven Tricks gelingt dem Trio schließlich die Befriedung der Aufstände. Nach diesem Insel-Trauma auf der Taum-Insel folgt für die drei Freunde ein gebührendes natürlich Happy End.
Harold Lloyd letzter Film für Hal Roach ist ein von surrealen Einfällen nur so strotzendes Gagfeuerwerk!


Beginn 19:30 Uhr

29.06.2024 - Sa | DÜSSELDORF: »Why Worry«
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In der »Blackbox«, dem Kino des Filmmuseums Düsseldorf.

»WHY WORRY«
USA 1923, ca. 65 min + Vorfilm
Regie: Fred C. Newmeyer, Sam Taylor
Buch: Sam Taylor, Ted Wilde, Tim Whelan
Kamera: Walter Lundin
mit Harold Lloyd, Jobyna Ralston, John Aasen, Jim Mason, Leo White

Harold Lloyd mimt in einer seiner ausgefeisten Grotesken einen Hypochonder, der, in der Hoffung auf der pazifischen Insel Paradiso Genesung zu finden, ahnungslos und Hals über Kopf in eine Revolution stolpert. Nachdem er anstatt im Hotel im Gefängnis landet, gelingt ihm der Ausbruch und die Bekämpfung der Aufstände mithilfe eines furchteinflößenden, bärtigen Riesen. Doch dazu muss er diesem ertmal einen Zahn ziehen und seine eigene Krankenschwester wiederfinden. Mit allerhand explosiven Tricks gelingt dem Trio schließlich die Befriedung der Aufstände. Nach diesem Insel-Trauma auf der Taum-Insel folgt für die drei Freunde ein gebührendes natürlich Happy End.
Harold Lloyd letzter Film für Hal Roach ist ein von surrealen Einfällen nur so strotzendes Gagfeuerwerk!


Beginn 19:30 Uhr

30.06.2024 - So | BERLIN: »Menschen am Sonntag«
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Im Ballhaus Wedding, Berlin.

»MENSCHEN AM SONNTAG«
D 1930, ca. 75 min
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Billy Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak
Produktion: Moriz Seeler für Filmstudio 1929, Berlin
Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann
Schnitt: Robert Siodmak
In den Hauptrollen: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer

Billy Wilders Drehbuchdebut bescherte der Filmwelt ein bleibendes Stück Filmgeschichte: 1930 als einer der letzten deutschen Stummfilme unter der Regie von Robert Siodmak und ausschließlich mit Laien-Darstellern gedreht, entstand ein einfühlsames Zeitbild des Berliner Alltags der ausgehenden 1920er Jahre. Nicht zufällig zählen die Beteiligten hinter der Kamera zu jenen später vor den Nazis geflohenen Emigranten, die in Hollywood dann noch große Karrieren vor sich haben sollten. Ebenso un-zufällig zeichnet der Film ein Bild der ausgehenden Blütezeit Deutschlands, in dem keine Tendenzen auszumachen sind, die die Schreckensherrschaft der Nazis erahnen lassen. Ein sommerfrischer Sonntagsausflug, in dem wir die Weimarer Republik ganz privat erleben:
Vier junge Leute, die sich bei einem Sonntagsausflug kennen lernen, ein wenig verlieben, ein wenig verstricken und schließlich wieder auseinander gehen. Impressionistisch und modern gefilmt blicken wir in eine Epoche, die weit entfernt ist und doch plötzlich viel näher und nahbarer erscheint, da sich im Prinzip bis heute nicht viel geändert hat. Ein zeitloses Zeitbild, ein Film zum verlieben!

Beginn 20:00 Uhr

09.07.2024 - Di | MÜNCHEN: »The Navigator« (Klavier & Oboe)
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Im Filmmuseum München.

Am Flügel: Richard Siedhoff
An der Oboe: Mykyta Sierov

Vorfilm:
»A la conquête du pôle« (Die Entdeckung des Nordpols)
Frankreich 1912
35 min, koloriert | dtF
R+B+K: Georges Méliès, frei nach dem Roman »Voyages et aventures du Captaine Hatteras« von Jules Verne
D: Georges Méliès, Fernande Albany

Eine Gruppe internationaler Delegierter reist in einem Aerobus zum Nordpol. Das letzte große Werk des Zauberers und Filmpioniers Georges Méliès vereinigt alle Elemente seiner erfolgreichsten Filme: poetische Welten in kunstvollen Kulissen mit magischen Trickaufnahmen. Nur in der vom Filmarchiv Austria gesicherten deutschen Kopie des Films ist auch die Nebenhandlung überliefert, in der eine Suffragettengruppe eine parallele Expedition zum Nordpol durchführt.

»The Navigator« (Buster Keaton, der Matrose)
USA 1924 | 70min | OF, viragiert
R: Buster Keaton, Donald CrispB: Clyde Bruckman, Joseph Mitchell, Jean Havetz | K: Byron Houk, Elgin Lessley | D: Buster Keaton, Kathryn McGuire, Frederick Vroom, Clarence Burton

Durch dumme Zufälle landen ein schüchterner Millionärssohn und das von ihm angehimmelte Mädchen auf einem verlassenen Dampfschiff, das steuerlos auf dem Ozean treibt. »Dieser Film ist mehr als ein ergötzliches Sammelsurium von Situationsscherzen: Er offenbart spielerisch die Schwäche des Zivilisationsmenschen und zugleich den Triumph seiner fast
mechanisch arbeitenden Intelligenz.« (Das Tage-Buch, 2.9.1926) 2021 wurde eine im Museum of Modern Art gefundene Nitro-Kopie des Films digital restauriert.

Beginn 20:00 Uhr

10.07.2024 - Mi | MÜNCHEN: »Genuine. Die Tragödie eines seltsamen Hauses«
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Im Filmmuseum München.

Am Flügel: Richard Siedhoff
An der Oboe: Mykyta Sierov

»Genuine. Die Tragödie eines seltsamen Hauses«
Deutschland 1921 | 88 min, viragiert | OF
R: Robert Wiene | B: Carl Mayer | K: Willy Hameister | D: Fern Andra, Ernst Gronau, Harald Paulsen, John Gottowt, Hans Heinz von Twardowsky, Lewis Brody

Der nach DAS CABINET DES DR. CALIGARI zweite expressionistische deutsche Stummfilm erzählt die bizarre Geschichte eines
männermordenden Vamps, der in einer eigenartigen Grotte gefangen gehalten wird. Der kunstvoll stilisierte Film ist nur in zwei unterschiedlich unvollständigen Kopien einer gekürzten und umgearbeiteten französischen Fassung überliefert, die 2024 die Grundlage für eine digitale Rekonstruktion des Filmmuseums München gebildet haben. Die neuen deutschen Zwischentitel wurden nach zeitgenössischen Inhaltsangaben gestaltet, die mehrfarbigen Viragen unterstreichen das bunte fantastisch-magische Geschehen. »An Geld ist nicht gespart worden, man hat sich Kostüme und Dekorationen viel kosten lassen. Es ist eine ganze Anzahl hübscher Bilder in dem Film. Man hat sich dazu eigens in César Klein einen expressionistischen Maler von öffentlich bestätigtem Rang geholt. Man hat in Fern Andra eine außerordentlich hübsche und sogar mimisch ausdrucksfähige Schauspielerin verpflichtet, die in 6 Akten rund gerechnet 36 bizarre Kostüme tragen darf: Primadonna, die sie ist, spielt sie sie, wollüstig, grausam, zärtlich, immer mit dem Bewusstsein, dass die ganze Veranstaltung nur da ist, um zu zeigen, wie gut Fern
Andra aussieht.« (Berliner Börsen-Courier, 5.9.1920)



Beginn 20:00 Uhr

11.07.2024 - Do | MÜNCHEN: »Terje Vigen«
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Im Filmmuseum München.

Vorfilm:
»Brandung«
Deutschland 1915 | 19 min, viragiert
R: Heinrich Nischwitz-Lisson | D: Ludwig Colani, Elisabeth Kaiser

Ein Eifersuchtsdrama aus dem Seemannsleben, gedreht an der Küste in Norddeutschland. Das Filmmuseum hat eine viragierte Nitrokopie des Films gesichert und 2007 eine 35mm-Farbkopie im Desmet-Verfahren hergestellt.


»Terje Vigen«
Schweden 1917 | 62 min, viragiert | dtF
R: Victor Sjöström | B: Victor Sjöström, Gustaf Molander, nach einer Ballade von Henrik Ibsen | K: Julius Jaenzon | D: Victor  Sjöström, Bergliot Husberg, August Falck, Edith Erastoff

Das erste große Meisterwerk des schwedischen Stummfilms  über Schuld und Vergebung: Der norwegische Fischer Terje Vigen verliert durch eine englische Seeblockade im Krieg gegen Napoleon seine Familie. »Victor Sjöström hat Bilder gefunden, die dem Balladentext eine zusätzliche poetische Dimension geben. Die Bilder der Landschaft, von dem stürmischen Meer und den starren Felsen, der düsteren Steilküste und der heimischen Fischerhütte, dem undurchdringlichen Nebel und dem endlosen Hori-
zont, sind hier Abbilder von Gefühlen und Leidenschaften der Menschen, die in dieser Landschaft leben und wieder von ihr geformt werden. Diese lyrische Beziehung zur Natur ist immer ungebrochen, direkt symbolisch und realistisch zugleich.« (Eckart Jahncke) Von einer viragierten Nitro-Kopie der deutschen Fassung des Films, die als Basis für die Rekonstruktion der Originalfassung durch das schwedische Filminstitut diente, wurde für das Filmmuseum München 2006 eine 35mm-Farbkopie im Desmet-Verfahren hergestellt.

Beginn 20:00 Uhr

12.07.2024 - Fr | MÜNCHEN: Laurel & Hardy Comedies
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Im Filmmuseum München.

Neil Brand und Richard Siedhoff wechseln sich am Flügel ab!

Bevor Stan Laurel und Oliver Hardy als perfekt eingespieltes Paar in THE SECOND 100 YEARS auftraten, hatten sie schon in mehreren Filmen mitgewirkt, in denen sie Gags, Verhaltensweisen und Interaktionen ausprobierten. Die neu restaurierten Fassungen der schönsten dieser wenig bekannten Frühwerke sind in ihrem Humor noch ungeschliffener und anarchistischer
als die späteren Filme.

»Duck Soup« (Leichte Beute)
USA 1927 | 22 min | OF
R: Fred L. Guiol | K: Floyd Jackman | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, Madeline Hurlock, William Austin

Zwei Obdachlose geben sich als Besitzer einer verlassenen Villa aus.


»Sailors Beware!« (Matrosen Ahoi!)
USA 1927 | 21 min | OF
R: Hal Yates | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, Anita Garvin, Gustav Schaffrath

Ein Taxifahrer und ein Zahlmeister inmitten der feinen Gesellschaft auf einem Luxusdampfer.


Do Detectives Think? (Die Rache des Raubmörders)
USA 1927 | 21 min, viragiert | OF
R: Fred L. Guiol | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, James Finlayson, Noah Young

Zwei Detektive sollen einen Richter vor der Rache eines ausgebrochenen Schwerverbrechers schützen.


»Putting Pants on Philip« (Der Jüngling aus der Fremde)
USA 1927 | 21 min | OF
R: Clyde Bruckman | K: George Stevens | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, Harvey Clark, Dorothy Coburn

Ein erfolgreicher Geschäftsmann erhält Besuch von seinem Neffen aus Schottland.


»The Second 100 Years½ (Kavaliere für 24 Stunden)
USA 1927 | 22 min, viragiert | OF
R: Fred L. Guiol | K: George Stevens | D: Stan Laurel, Oliver Hardy, James Finlayson, Frank Brownlee

Zwei Gefängnisinsassen gelingt der Ausbruch.

Beginn 20:00 Uhr

03.08.2024 - Sa | STUTTGART: Buster Keaton & Harold Lloyd
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In Eliszi's Jahrmarktstheater auf dem Killesberg.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Slapstick-Klassiker der Stummfilmzeit von ratternden Projektor. Jahrmarktskino für die ganze Familie - wie vor 100 Jahren!

Samstag 16:00 Uhr:
Stummfilm-Slapstick, Rolle 1: Buster Keaton & Harold Lloyd
USA 1920/21, ca. 45 min.
Buster Keaton richtet als Hufschmied und Automonteur ebenso viel Chaos an, wie Harolds Lloyd in einem vermeintlichen Spukhaus.

Beginn 16:00 Uhr

03.08.2024 - Sa | STUTTGART: »Um Himmels Willen, Harold Lloyd«
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In Eliszi's Jahrmarktstheater auf dem Killesberg.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Slapstick-Klassiker der Stummfilmzeit von ratternden Projektor. Jahrmarktskino für die ganze Familie - wie vor 100 Jahren!

Samstag 19:00 Uhr:
 »Um Himmels Willen, Harold Lloyd« (»For Heaven's Sake«)
USA 1926, ca. 60 min.
Harold Lloyd spielt einen Millionär, der versehentlich eine Mission stiftet, sich mit Banditen anfreundet und nach irrsinnigen Situationen und Verfolgungsjagten die Liebe seines Herzens gewinnt.



Beginn 19:00 Uhr

04.08.2024 - So | STUTTGART: Charlie Chaplin & Buster Keaton
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In Eliszi's Jahrmarktstheater auf dem Killesberg.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Slapstick-Klassiker der Stummfilmzeit von ratternden Projektor. Jahrmarktskino für die ganze Familie - wie vor 100 Jahren!

Sonntag 14:00 Uhr:
Stummfilm-Slapstick, Rolle 2: Charlie Chaplin & Buster Keaton
USA 1917/1921, ca. 50 min.
Während Tramp Charlie als Polizist einen Kampf David gegen Goliath überstehen muss, findet sich Buster Keaton in einer Villa wieder, die Gangster in ein Spukhaus verwandelt haben.

Beginn 14:00 Uhr

04.08.2024 - So | STUTTGART: Laurel & Hardy & Co.
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In Eliszi's Jahrmarktstheater auf dem Killesberg.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Slapstick-Klassiker der Stummfilmzeit von ratternden Projektor. Jahrmarktskino für die ganze Familie - wie vor 100 Jahren!

Sonntag 16:00 Uhr:
Stummfilm-Slapstick, Rolle 3: Laurel & Hardy & Co.
USA 1928, ca. 45 min.
Laurel und Hardy bauen ein Fertighaus und bringen es gleich wieder zum Einsturz. Eine junge Familie hingegen möchte einfach nur ins Kino gehen, doch bis zum Sitzplatz entpuppt sich das Ganze als turbulenter Hindernislauf!

Beginn 16:00 Uhr

05.08.2024 - Mo | STUTTGART: Die verrückte Welt von Billy Bevan
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In Eliszi's Jahrmarktstheater auf dem Killesberg.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert Slapstick-Klassiker der Stummfilmzeit von ratternden Projektor. Jahrmarktskino für die ganze Familie - wie vor 100 Jahren!

Montag 16:00 Uhr:
Stummfilm-Slapstick, Rolle 4: Die verrückte Welt von Billy Bevan
USA 1925, ca. 50 min.
Filmvorführer Buster träumt sich in einen Leinwandkrimi hinein, wo er ein eleganter und heldenhafter Detektiv ist, der allerhand absurde Abenteuer bestehen muss.

Beginn 16:00 Uhr

16.08.2024 - Fr | BUTTSTÄDT: »Metropolis«
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Im Rahmen des FESTIVAL CAMPOSANTO auf dem historischen Friedhof Buttstädt.

»METROPOLIS«
D 1926, restauriert 2001/2010
Regie: Fritz Lang
Buch: Thea v. Harbou, Fritz Lang
Kamera: Karl Freund, Günther Rittau
Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht
Kostüme Aenne Willkomm
Darsteller: Gustav Fröhlich, Brigitte Helm, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George, Theodor Loos
Länge: 145 min

Richard Siedhoff begleitet den Filmklassiker mit seiner 2012 komponierten Musik live.

Metropolis, Stadt aller Städte einer fernen Utopie, ist in zwei Klassen geteilt: An der Erdoberfläche pulsiert das Leben, amüsiert sich die High Society in Wolkenkratzern und paradiesischen Gärten, während ein Arbeitervolk an unmenschlichen Maschinen geknechtet tief unter der Erdoberfläche in nummerierten Wohnkasernen schmachtet. Maria predigt ihnen in tiefen Katakomben eine bessere Zukunft. Freder, Sohn des Monopolisten Fredersen, des Herrn von Metropolis, verliebt sich in Maria und schließt sich geistig den Arbeitern an. Der Erfinder Rotwang versucht seine an Fredersen verlorene und verstorbene Geliebte als Roboter wiederzuerschaffen. Auf Fredersens Befehl wird daraus jedoch eine zweite Maria. Diese zettelt die überfällige Revolution an, welche apokalyptische Ausmaße annimmt.

Über kaum einen Film ist so viel geschrieben und bemerkt worden, wie über Metropolis. Fassen wir kurz zusammen: Stilbildend in Architektur und Ausstattung für fast jeden Science Fiction-Film, der je über die Leinwand flimmerte. Ungebrochen faszinierend für Filmemacher und Kinogänger bis heute, tricktechnisch brillant und inszenatorisch umwerfend. Der Film markierte als bis dato teuerste Materialschlacht des deutschen Films einen unbestrittenen Höhepunkt technischer Perfektion und führte zusammen mit F. W. Murnaus Faust (1926) die Ufa fast zum Ruin. Doch an der Fabel nehmen Kritiker seit der Premiere 1927 permanent Anstoß, auch wenn sie heute wieder ungeahnt real ist. Metropolis steht an der Wende des expressionistischen Weimarer Kinos zum Film der Neuen Sachlichkeit. Was mit Das Cabinet des Dr. Caligari (Robert Wiene, 1919) als Formexperiment seinen Anfang nahm, verselbstständigte sich in Kulissen und Schauspielführung in den bekannten Meisterwerken wie Der Golem. Wie er in die Welt kam (Paul Wegener, 1920), Nosferatu (F. W. Murnau, 1922) oder, abgewandelt, in Fritz Langs beiden Nibelungen-Filmen (1923/24). Metropolis greift schließlich als einer der wenigen Filme neben dem bildlichen Expressionismus und dem der Romantik verpflichteten Inhalten (wie der Erschaffung eines faustischen Homunculus) auch Elemente der expressionistischen Literatur auf. Die Verdinglichung von Menschen und die Vermenschlichung von Dingen sind ein zentrales Thema des Films und seiner Inszenierung und, wie bei Kafka des Öfteren, steht im Mittelpunkt ein Vater-Sohn-Konflikt. Überhaupt verbindet der Film in einem eigenwilligen Panoptikum nahezu jede in den 1920er Jahren auffindbare Kunst- und Denkströmung. Thea von Harbou „hatte eine für sie glückliche Mischung von Aufgeschlossenheit und Spürsinn für alle Unterströmungen der Zeit (…), sie gab auch ohne viel Nachdenkens alles weiter, woran sich ihre Phantasie gerade erhitzt hatte. So schleppte auch „Metropolis“ viel unterirdisches Geröll mit sich, das gleichsam ungesiebt über die Schwelle des Bewusstseins getreten war.“ (Siegfried Kracauer). Die Fabel verbindet in eine Welt des Klassenkampfes grundlegende Gegensätze, sieht Hexenverbrennung als ein Element der Zukunft, beschwört biblische Bilder der Apokalypse nebst Mythen der Antike herauf und setzt dagegen modernste elektronische Technik in mittelalterliche Quacksalberlaboratorien inmitten einer futuristischen Mega-City und benennt die heidnische Totengöttin Hel als Ursache aller Konflikte. Schließlich ist Metropolis kein reiner Science Fiction, dass zeigt besonders die seit 2010 vorliegende Lang-Fassung. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Melodram um Macht, Liebe und Wahn, dessen Ausgedehntheit den Verleihern im Wege war.
(Richard Siedhoff)


Beginn 21:00 Uhr

18.08.2024 - So | POTSDAM: Infos folgen ...
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Im Filmmusum Potsdam.

Infos folgen ...

Beginn 18:00 Uhr

23.08.2024 - Fr | NEUSTADT a. d. Orla: » Stummfilm-Perlen mit Live-Musik und Kino-Erzähler«
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(Aufführungsort wird noch bekannt gegeben)

Stummfilm-Perlen mit Live-Musik und Kino-Erzähler


Richard Siedhoff am Klavier
Thomas Grysko am Mikrofon

Kurzfilme, 1905 – 1915, ca. 90 Minuten

Stummfilmmusiker Richard Siedhoff & Kino-Erzähler/Sprecher Thomas Grysko präsentieren Kurzfilmperlen aus der Frühzeit des Kinos, als es noch üblich war, dass ein Erzähler die Filme launisch kommentierte.

Komisches, Turbulentes, Tragisches und Phantastisches wird an diesem Abend auf der Leinwand wieder lebendig – mit analoger Projektionstechnik. Kino, wie vor 110 Jahren!


Beginn 21:00 Uhr

26.08.2024 - Mo | WEIMAR: »Die Nibelungen« Teil 1: »Siegfried«
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Im Rahmen der VI. Weimarer Stummfilm-Retrospektive im Rahmen vom Kunstfest Weimar im  Lichthaus Kino Weimar.

»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 1: »SIEGFRIED«
Deutschland 1922‒24 | REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | ERBAUER DES DRACHENS Karl Vollbrecht | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm | EFFEKTE Eugen Schüfftan | ANIMATION DES FALKENTRAUMS Walther Ruttmann | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Paul Richter, Margarethe Schön, Theodor Loos, Hanna Ralph, Hans Adalbert Schlettow, Bernhard Goetzke, Georg John | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | FORMAT dcp, viragiert | deutsche Zwischentitel | 145 min. (20fps)

LIVE-MUSIK: Richard Siedhoff (Piano), nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz (1924)

Fritz Langs monumentale Adaption des klassischen Sagenstoffes adelte das Massenmedium Film 1924 endgültig zur Kunstgattung: Der Einlass nach Filmbeginn war nicht gestattet und das Werk wurde überall mit der eigens von Gottfried Huppertz komponierten Filmmusik aufgeführt.
Mit dramatischer Strenge schildert der erste Teil in ornamenthaften, von Jugendstil und Romantik geprägten Bildern mit geschickt eingesetzten Filmtricks die Geschichte von Siegfried, der den lebensgroßen Studiodrachen erschlägt, den Nibelungen-Hort erobert sowie die schöne Kriemhild gewinnt. Für deren Bruder, König Gunter von Worms, bezwingt er unsichtbar die emanzipierte Brunhild und ihr Flammenmeer. Brunhild wiederum rächt sich mit einer Intrige und fordert als Rache Siegfrieds Tod. Nach Treueschwur und Treuebruch fällt Siegfried durch eine List Hagen von Tronjes dessen Speer zum Opfer und Kriemhild schwört dem Mörder Rache bis in den Tod.
»So ist der erste Teil des ›Nibelungen‹-Filmes zwischen Geschmäcklertum und Publikumswirkung steckengeblieben. Was Volksfilm werden sollte, wurde eklektischer Ästhetenfilm.« (Herbert Ihering, Berliner Börsen-Courier, 15.02.1924)
Am 5. September zeigen wir Teil 2: »KRIEMHILDS RACHE«.

Beginn 19:30 Uhr

28.08.2024 - Mi | WEIMAR: »Nanook, der Eskimo«
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Im Rahmen der VI. Weimarer Stummfilm-Retrospektive im Rahmen vom Kunstfest Weimar im  Lichthaus Kino Weimar.

»NANUK, DER ESKIMO«

(»Nanook of the North«)
Kanada/USA 1921 | BUCH & REGIE Robert J. Flaherty | MIT Allakariallak, Alice Nevalinga, Cunayou, Allegoo | ARCHIV Sammlung Richard Siedhoff | FORMAT 16mm, s/w | dt. Zwischentitel | 69 min. (20fps)

LIVE-MUSIK: Richard Siedhoff (Piano) & Mykyta Sierov (Oboe)

Robert Flaherty bannte das traditionelle Leben der Inuit auf Zelluloid, wie es 1920 eigentlich schon nicht mehr war. Der Film zeigt Episoden aus dem Alltag der traditionell lebenden Inuit-Familie um den fiktiven Nanook. Von einer Handelsstation mit dem weißen Mann beginnt die Reise in das ewige Eis der kanadischen Arktis. Wir begleiten Nanook u.a. auf Nahrungssuche, beim geduldigen Fischfang und bei einer dramatischen Walrossjagd. Der Bau eines Iglus wirkt leicht und gekonnt, während die Kinder im Schnee tollen. Doch das Leben im ewigen Schnee ist zuweilen lebensgefährlich und so bringen ausgehungerte Schlittenhunde und Schneestürme die Familie immer wieder in jene Gefahren, die den alltäglichen Überlebenskampf der Inuit verdeutlichen.
Flaherty inszenierte zusammen mit den Inuit das Leben ihrer Vorfahren. »Ich wollte die Inuit zeigen (...). Und ich wollte sie zeigen, wie sie sich selber sehen und bezeichnen, als ›wir, Menschen‹, keineswegs vom Standpunkt der modernen Zivilisation aus.« Somit ist »NANOOK OF THE NORTH« nicht primär ein Dokumentarfilm, aber sekundär ein ethnographischer Film, da er wissentlich aus erster Quelle traditionelles Leben inszeniert und authentische Situationen nachstellt.
Wir zeigen den Film in einer Rekonstruktion der deutschen Kinofassung von 1924, über die die Weimarer Presse am 1. März 1924 schrieb: »Erschüttert, im Innersten ergriffen blickt man auf das Leben dieser Menschenbrüder, die, umgeben von der niederdrückenden Einsamkeit und der trostlosen  Melancholie der erstarrten Erde, ihr kärgliches Leben in unaufhörlichen Kämpfen täglich neu erobern müssen.«

Zuvor läuft um 19:30 Uhr noch die Komödie »MAX UND DIE DREI MUSKETIERE« (»The Three Must-Get-Theres«, ca. 54 Minuten), live vertont von Maud Nelissen (Piano).



Beginn 19:30 Uhr

03.09.2024 - Di | WEIMAR: »Chaplin als Auswanderer«
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Im Rahmen der VI. Weimarer Stummfilm-Retrospektive im Rahmen vom Kunstfest Weimar im  Lichthaus Kino Weimar.

»CHARLI CHAPLIN ALS AUSWANDERER«
(»The Immigrant«)
USA 1917 | BUCH & REGIE Charlie Chaplin | KAMERA Roland Totheroh | MIT Charlie Chaplin, Edna Purviance, Eric Campbell, Albert Austin| ARCHIV FPA Classics (Lobster Films) | FORMAT dcp, s/w | 25 min. (18fps)

LIVE-MUSIK: Richard Siedhoff (Piano) & Mykyta Sierov (Oboe)


Als Vorfilm zeigen wir eines der großen frühen Meisterwerke von Charlie Chaplin. Die Tragikomödie »THE IMMIGRANT« revolutionierte die Filmsprache, da Chaplin es verstand, ohne Worte zu erzählen, dass die Mutter der Freundin des Tramps nach der Überfahrt in die USA verstorben ist. Auch politische Spitzen kommen nicht zu kurz, wenn die Emigranten im Angesicht der Freiheitsstatue wie Vieh eingepfercht werden.

Als Hauptfilm läuft anschließend »DER HUND VON KARIBU« (»Where the North begins«, ca. 73 min.) mit LIVE-MUSIK von Stephen Horne (Piano, Querflöte, Akkordeon)






Beginn 19:30 Uhr

05.09.2024 - Do | WEIMAR: »Die Nibelungen« Teil 2: »Kriemhilds Rache«
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Im Rahmen der VI. Weimarer Stummfilm-Retrospektive im Rahmen vom Kunstfest Weimar im  Lichthaus Kino Weimar.

»DIE NIBELUNGEN«
TEIL 2: »KRIEMHILDS RACHE«
Deutschland 1922‒24 | REGIE Fritz Lang | DREHBUCH Thea von Harbou | KAMERA Carl Hoffmann, Günther Rittau | BAUTEN Otto Hunte, Erich Kettelhut | KOSTÜME Paul Gerd Guderian, Aenne Willkomm, Heinrich Umlauf | EFFEKTE Ernst Kunstmann | REQUSITEN DER HUNNEN Heinrich Umlauf | ORIGIALMUSIK Gottfried Huppertz | MIT Margarethe Schön, Rudolf Klein-Rogge, Hans Adalbert Schlettow, Theodor Loos, Bernhard Goetzke, Georg John, Fritz Alberti, Rudolf Rittner | ARCHIV Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | FORMAT dcp, viragiert | dt. Zwischentitel | 130 min. (22fps)

LIVE-MUSIK: Richard Siedhoff (Piano), nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz (1924)

Der zweite Teil von Fritz Langs monumentaler Saga erzählt vom Ende der Burgunden. In starkem Kontrast zu der vorherrschenden optischen Strenge im ersten Teil »SIEGFRIED« entwirft der zweite Teil »KRIEMHILDS RACHE« eine wilde, chaotische, aber ehrenhaftere Welt der Hunnen. »Da brodelte es wie aus Urtiefen heraus in packenden, lodernden, stellenweise humordurchtränkten Rhythmen. In den Hintergrund gedrängt war hier alle bei der Regie Langs vorherrschende, bis zur Maniriertheit ins Possenhafte gesteigerte Bewußtheit, die sogar oft Kriemhild als ein mit starker Umgebung verwachsenes Ornament erscheinen ließ« Bemerkte die Weimarer Presse am 4. August 1924.
Kriemhild, die durch die Hand Hagen von Tronjes ihren Gatten Siegfried verlor, erfüllt auf grausame Weise ihren Racheschwur. Sie folgt dem Werben des Hunnen-Königs Etzel in dessen fernes Reich und lässt einige Zeit später Ihre Sippe zu Gast kommen. Am Hofe König Etzels verstärken sich die alten Spannungen, bis die von Kriemhild bestochenen Hunnen die Burgunden überfallen und Hagen im Gemenge den Sohn von Kriemhild und Etzel erschlägt. Was nun folgt, kann zweifelsfrei als der bitterste Abgesang auf deutsche Tugenden gelten, den die Filmgeschichte je hervorgebracht hat: eine Parabel auf die vernichtende Wucht des Ersten Weltkrieges in den Kulissen der brennenden Studio-Etzelburg auf dem Ufa-Gelände in Neubabelsberg. »Du kennst die deutsche Seele nicht! Des Nibelungenfilmes zweiter Teil wird sie dir offenbaren, sofern Du im ›Siegfried‹ noch nicht genügend mit ihr Bekanntschaft gemacht haben solltest.« (Leander, Der Drache, Nr.15, 24.6.1924)
Am 26. August zeigen wir Teil 1: »SIEGFRIED«



Beginn 19:30 Uhr

19.10.2024 - Sa | BECHSTEDTSTRASS: Infos folgen ...
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In der Pfarrkirche St. Bonifatius, Bechstedtstraß (bei Weimar).

Infos folgen ...

Beginn 19:00 Uhr

25.10.2024 - Fr | WURZEN: »Die Austernprinzessin«
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Im Geburtshaus von Joachim Ringelnatz in Wurzen / Joachim Ringelnatz Verein.

KARTEN gibts hier.

»Die Austernprinzessin«
D 1919. ca. 60 min.
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Hanns Kräly
mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Victor Janson, Julius Falkenstein

16mm-Kopie mit Vorfilm

Lubitschs groteskes Lustspiel persifliert den überbordenden Luxus neureicher Kapitalisten nach dem ersten Weltkrieg:
Die Tochter des eines mit Austern reich gewordenen Industriellen möchte sofort einen echten Prinzen heiraten. Der Vater kauft ihr einen und das Hochzeitsfest wird zur größten Servier-Orgie der Filmgeschichte. Was das Prinzesschen aber nicht weiß: Ihr angeblicher Prinz ist nur der Adjutant des eigentlich völlig verarmten Monarchen, der mal vorfühlen soll, ob sich die Heirat auch lohnt. Nach einigen Verwechslungen, durchzechten Nächten und einem Boxkampf findet die Liebe aber doch zu Ihrem Glück.

Der Film besticht neben seiner grotesken Darstellung der ohnehin nach dem Krieg verzerrten Wirklichkeit durch seine außergewöhnlich - Ornament-Betonte - Ausstattung, die tausenden Statisten und natürlich einem unverkennbar schlagkräftigen, jüdischen Humor. Lubitsch at his best!

Beginn 19:00 Uhr

26.10.2024 - Sa | DIEDORF: »Faust. Eine deutsche Volkssage«
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In der Alten Strumpffabrik, Diedorf (Thüringen)

»FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE«
D 1926, 105 Minuten bei 20 fps, mit Pause
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Mit Emil Jannings, Camilla Horn, Göste Ekmann, Wilhelm Dieterle

Analoge 16mm-Filmprojektion

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Der Teufel schließt die Wette ab, Gott die Seele Faustens abzuringen. Mephisto verführt Faust, der verführt Gretchen und am Ende macht Murnau aus der auf das wesentliche beschränkten Fabel eines der bildgewaltigsten Werke der Filmgeschichte. Frei nach der Volkssage mit Elementen von Goethe wird die vielschichtige Geschichte in einer visuellen Offenbarung umgemünzt, gespickt mit zahllosen Zitaten aus der klassischen Malerei.

Die Filme werden live begleitet von Richard Siedhoff am Klavier.

Beginn 19:30 Uhr

08.11.2024 - Fr | ERFURT: Infos folgen ...
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In der Ilvers Musikbar, Erfurt.

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Beginn 19:30 Uhr

16.11.2024 - Sa | ALTLANDSBERG: »Der letzte Mann«
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Kino in der Schloßkirche Altlandsberg.

»DER LETZTE MANN«
D 1924, ca. 90 min.
Regie: F. W. Murnau,
mit Emil Jannings

16mm-Kopie

F. W. Murnau zeigt in seinem Film Der Letzte Mann die Geschichte des sozialen Abstiegs eines Hotelportiers als Parabel über die Wechselhaftigkeit des Lebens nach dem Muster des mittelalterlichen Glücksrads: „Heute bist Du der Erste, geachtet von Allen, ein Minister, ein General, vielleicht sogar ein Fürst – Weißt Du, was Du morgen bist?!“, heißt es im Vorspann.

Der stattliche Portier eines Luxushotels in prachtvoller Livree nimmt sein Selbstwertgefühl mit nach Hause ins Arbeiterviertel, wo er sich abends von seiner Familie und den Nachbarn bewundern lässt. Als der alternde Mann die schweren Koffer nicht mehr schleppen kann, wird er zum Toilettenmann degradiert und seiner Uniform entledigt. Verlacht und verstoßen von denen, die ihn eben noch bewundert haben, zieht er sich in den Keller zurück – doch das Rad der Fortuna dreht sich weiter … hin zum unwahrscheinlichen Happy End mit geradezu biblischer Wucht, das die eingangs gestellte Frage beantwortet: Wer heute der Letzte ist, kann morgen wieder der Erste sein.

Bis heute sind der Einsatz von Spezialeffekten wie die entfesselte Kamera und der fast vollständige Verzicht auf Zwischentitel spektakulär und brachten dem in Babelsberg arbeitenden Regisseur internationalen Ruhm und das Ticket nach Hollywood ein.

Beginn 19:00 Uhr

15.02.2025 - Sa | STRAELEN: »Die Austernprinzessin« & Chaplin
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Eine Veranstaltung des Kulturring Straelen e.V. in der Kassenhalle der Sparkasse Rhein-Maas, Straelen.

 »DIE AUSTERNPRINZESSIN«
D 1919
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Hanns Kräly
mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Victor Janson, Julius Falkenstein

ca. 60 min. + 25 min. Vorfilm (Charlie Chaplin in »The Count«),
16mm-Kopien

Lubitschs groteskes Lustspiel persifliert den überbordenden Luxus neureicher Kapitalisten nach dem ersten Weltkrieg: Die Tochter eines mit Austern reich gewordenen Industriellen möchte sofort einen echten Prinzen heiraten. Der Vater kauft ihr einen solchen und das Hochzeitsfest wird zur größten Servier-Orgie der Filmgeschichte. Was das Prinzesschen aber nicht weiß: Ihr angeblicher Prinz ist nur der Adjutant des eigentlich völlig verarmten Monarchen, der mal vorfühlen soll, ob sich die Heirat auch lohnt. Nach einigen Verwechslungen, durchzechten Nächten und einem alkoholisierten Boxkampf findet die Liebe aber doch zu Ihrem Glück.
Der Film besticht neben seiner grotesken Darstellung der ohnehin nach dem Krieg verzerrten Wirklichkeit durch seine außergewöhnlich - Ornament-betonte - Ausstattung, tausende Statisten und natürlich einem unverkennbar schlagkräftigen, jüdischen Humor. Early Lubitsch at his best!

Im Vorfilm »THE COUNT« (1917) von Charlie Chaplin begibt sich dieser als Schneider in der Maske eines Grafen in die High Society und bringt eine Party völlig durcheinander.


Beginn 20:00 Uhr

25.10.2025 - Sa | JONASWALDE: Infos folgen ...
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In der Kirche Jonaswalde.

Infos folgen ...

Beginn 19:30 Uhr



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